Ein 17-jähriger Jugendlicher aus dem hessischen Eschwege ist am Sonntagmorgen schwer verletzt am Göttinger Hauptbahnhof aufgefunden worden. Eine Zeugin entdeckte den jungen Mann gegen 7.30 Uhr auf einer Bank am Bahnsteig von Gleis 4. Wie die Polizei mitteilte, wies er starke Schwellungen im Gesicht auf, seine Kleidung war teilweise mit Blut verschmiert.
Zustand des Jugendlichen verschlechtert sich im Krankenhaus
Der 17-Jährige wurde umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort verschlechterte sich sein Gesundheitszustand so stark, dass er zur Beobachtung auf die Intensivstation verlegt werden musste. Nach Angaben der Polizei ist der Jugendliche derzeit nicht vernehmungsfähig. Die Ermittler können ihn daher bislang nicht zu den Ereignissen befragen.
Gewalttat vermutet – Faustschläge oder Gegenstand
Nach ersten medizinischen Erkenntnissen gehen die Beamten davon aus, dass die Verletzungen durch Schläge mit einer Faust oder einem Gegenstand verursacht wurden. Einen Sturz schließen die Ermittler nach derzeitigem Stand aus. Der Jugendliche soll bereits verletzt über den östlichen Eingang zum Bahnhof gekommen sein. Der genaue Tatort ist bislang unbekannt.
Polizei sucht Zeugen der nächtlichen Auseinandersetzung
Die Polizei vermutet, dass der mutmaßliche Angriff zwischen 3.00 Uhr und 7.30 Uhr stattfand. Da die genauen Umstände weiterhin unklar sind, bittet die Polizei um Mithilfe aus der Bevölkerung. Zeugen, die in der Nacht oder am frühen Sonntagmorgen eine Auseinandersetzung in Göttingen beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Die Ermittlungen dauern an. Die Kriminalpolizei Göttingen hat die weiteren Schritte übernommen. Ob es sich um eine gezielte Tat oder einen Zufallsangriff handelt, ist noch nicht bekannt. Der Jugendliche aus Eschwege bleibt vorerst auf der Intensivstation; eine Vernehmung ist frühestens bei Stabilisierung seines Zustands möglich.



