U-Haft nach Messerattacke auf Zahnarzt in Leipzig
U-Haft nach Messerattacke auf Zahnarzt in Leipzig

Nach der brutalen Messerattacke auf einen Zahnarzt (54) in Leipzig hat der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Leipzig Untersuchungshaft gegen eine 63-jährige Frau angeordnet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr versuchten Mord vor. Das Opfer schwebt nach Angaben der Polizei nicht mehr in Lebensgefahr.

Tatablauf: Hinterrücks attackiert beim Briefholen

Am Montag soll die Patientin dem Zahnarzt nach Informationen der BILD hinterrücks ein Messer in den Rücken gerammt haben. Der Notruf ging um 12.25 Uhr in der Leitstelle ein. Sofort eilten Polizei, Notarzt und Rettungsdienst zum Eckhaus in Leipzig-Möckern. Am Tatort wurde der Mann mit schweren Stichverletzungen aufgefunden und medizinisch versorgt. Unter Lebensgefahr und in Bauchlage wurde er mit einem Rettungswagen in eine Klinik transportiert.

Eine Praxismitarbeiterin berichtete gegenüber BILD, dass der Zahnarzt in der Mittagspause zum Briefkasten am Hintereingang gegangen sei. Anschließend soll er im Treppenhaus mit einem Messer attackiert worden sein. Die Frau soll bereits zuvor auffällig gewesen sein, am Tattag habe sie die Praxis aber nicht besucht.

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Ermittlungen und Hintergründe

Die Polizei bestätigte den Einsatz gegenüber BILD. Polizeisprecher Tom-Erik Richter (31): „Ein Mann ist von einer psychisch auffälligen Person lebensbedrohlich verletzt worden.“ Bei der Tatverdächtigen soll es sich nach BILD-Informationen um eine Patientin der Zahnarztpraxis handeln. Nach dem Angriff floh sie vom Tatort, konnte jedoch gefasst werden.

Nach BILD-Informationen soll es sich bei der Tatwaffe um ein Messer handeln, die Polizei spricht offiziell von einem „Stichwerkzeug“. Ein Kriseninterventionsteam kümmert sich um die Praxismitarbeiter, die Spurensicherung war stundenlang am Tatort im Einsatz.

Mordmerkmal der Heimtücke

Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz (63) erklärte: „Die Ermittlungen zum mutmaßlichen Geschehensablauf und möglichen Hintergründen und Motiven der Tat sowie zu der Person der Beschuldigten dauern an. Das Gericht sah im Ergebnis der bisherigen Ermittlungen das Mordmerkmal der Heimtücke bei der Tatausführung als gegeben an.“

Die Zahnarztpraxis genießt in Leipzig einen hervorragenden Ruf, die Bewertungen bei Google sind exzellent. Die Polizei sperrte die Praxis ab, die Spurensicherung suchte nach Beweismitteln, die Kripo befragte Mitarbeiter. Am Hintereingang der Praxis soll der Zahnarzt Post aus dem Briefkasten geholt haben, bevor die Tat geschah.

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