Harvey Weinstein: Neuer Prozess zu Vergewaltigungsvorwürfen ab April
Harvey Weinstein: Neuer Prozess zu Vergewaltigungsvorwürfen ab April

Der ehemalige Hollywoodproduzent Harvey Weinstein muss sich ab Dienstag erneut vor Gericht verantworten. Der 73-Jährige steht wegen mutmaßlicher Nötigung und Vergewaltigung in drei Fällen vor Gericht. Zwei der Anklagen stammen aus einem Verfahren von 2020, das aufgrund von Verfahrensfehlern aufgehoben wurde. Zusätzlich wird ein neuer Fall verhandelt, bei dem Weinstein im Jahr 2006 eine Frau zum Oralsex gezwungen haben soll.

Die Auswahl der Geschworenen beginnt am Dienstag, die Eröffnungsplädoyers sind für den 22. April angesetzt. Der Prozess soll vier bis sechs Wochen dauern. Weinstein hat in allen Fällen auf "nicht schuldig" plädiert und beantragte erfolglos die Abweisung der Anklage.

Das ursprüngliche Urteil von 2020, in dem Weinstein zu 23 Jahren Haft verurteilt wurde, hob ein Berufungsgericht wegen Verfahrensfehlern auf. Der Richter hatte Zeugenaussagen zugelassen, die nicht Teil der Anklage waren, um ein Muster in Weinsteins Taten zu belegen. Dies prägte unrechtmäßig das Bild vor den Geschworenen, so das Gericht.

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Weinstein sitzt weiterhin in Haft, da seine 16-jährige Haftstrafe aus einem Verfahren in Los Angeles von 2023 gültig bleibt. Sein Gesundheitszustand ist angeschlagen: Er leidet unter Leukämie, Herzproblemen und einer Wirbelsäulenverengung und wurde zuletzt im Rollstuhl in den Gerichtssaal geschoben.

Der erste Weinstein-Prozess löste die globale MeToo-Bewegung aus, in der sich Frauen gegen sexuelle Übergriffe und Machtmissbrauch wehren. Die Aufhebung des Urteils schockierte viele Unterstützer, doch der kulturelle Wandel bleibt Experten zufolge weitgehend unberührt.

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