In der ersten Jahreshälfte 2026 sind 4633 geflüchtete Menschen in Berlin angekommen – deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum. Das teilte das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) mit. Demnach wurden bis einschließlich Juni 2195 Asylbewerberinnen und -bewerber neu aufgenommen, ein Rückgang von gut 30 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 (3159). Hinzu kamen 2438 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, was einem Minus von 16,5 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten 2025 entspricht.
Rückläufiger Trend seit Jahren
Damit setzt sich ein seit mehreren Jahren anhaltender Abwärtstrend fort. Im Gesamtjahr 2025 hatte Berlin knapp 15.000 geflüchtete Menschen aufgenommen, nach rund 21.000 im Jahr 2024 und fast 32.000 im Jahr 2023. Die Zahlen sinken kontinuierlich.
Hauptherkunftsländer und aktuelle Belegung
Zu den Hauptherkunftsländern der Asylbewerber im laufenden Jahr zählen Vietnam, Moldau, die Türkei, Afghanistan, Russland, Georgien und Syrien. Insgesamt leben derzeit 35.278 Menschen in Flüchtlingsunterkünften des LAF in Berlin. Auch hier ist die Tendenz rückläufig: Anfang 2026 waren es noch rund 38.000, ein Jahr zuvor 41.400 Bewohner.



