Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Abend auf einer Windpark-Baustelle bei Bockhorn im Landkreis Friesland erfolgreich entschärft worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden daraufhin alle Sperrungen aufgehoben. Zuvor mussten Anwohnerinnen und Anwohner in den Gemeinden Bockhorn und Zetel im Umkreis von 1.000 Metern um den Fundort ihre Wohnungen verlassen.
Einsatz von Kampfmittelbeseitigungsdienst
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst rückte an, um den Blindgänger unschädlich zu machen. Die genaue Art des Kampfmittels war zunächst unklar, doch die "Nordwest-Zeitung" berichtete, dass es sich um eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe handelte. Die Entschärfung verlief offenbar ohne Zwischenfälle.
Verkehrsbeeinträchtigungen auf A29 und Bahnstrecke
Da sich der Fundort in der Nähe der Autobahn 29 (Wilhelmshaven - Oldenburg) und einer Bahnstrecke befand, war auch der Verkehr betroffen. Die Autobahn wurde zwischen den Anschlussstellen Zetel und Varel/Bockhorn gesperrt. Der Bahnverkehr zwischen Varel und Sande wurde nach Angaben der Beamten vorübergehend eingestellt. Mit der Entschärfung wurden auch diese Verkehrswege wieder freigegeben.
Hintergrund: Kampfmittel im Nordwesten
Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg werden in Niedersachsen immer wieder bei Bauarbeiten gefunden. Die Entschärfung solcher Funde erfordert häufig umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, um die Bevölkerung zu schützen. Die Polizei dankte den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Geduld und Kooperation während des Einsatzes.



