Mehr als 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bergheim bekämpfen seit dem frühen Nachmittag einen ausgedehnten Wald- und Vegetationsbrand im Rhein-Erft-Kreis. Das Feuer ist entlang der Landstraße 91 zwischen Oberaußem und der Glessener Höhe ausgebrochen. Nach ersten Drohnenauswertungen sind rund 81.500 Quadratmeter Wald-, Wiesen- und Böschungsflächen betroffen. Die Feuerwehr warnt die Bevölkerung: Fenster und Türen geschlossen halten.
Der erste Notruf ging kurz nach 15 Uhr ein. Zunächst brannte es im Bereich des Hallerhofs, der sich auf der Rückseite der Bahnlinie des Energieunternehmens RWE befindet. Von dort aus sprangen die Flammen auf die gegenüberliegende Seite der Bahnlinie über und breiteten sich in Richtung Quadrath-Ichendorf aus. Die Einsatzkräfte mussten sich auf zwei Brandabschnitte gleichzeitig konzentrieren.
Drohnen liefern präzise Luftbilder
Um die Lage exakt zu erkunden, setzte die Feuerwehr Bergheim Drohnen ein. Die Luftbilder halfen, die Ausdehnung des Feuers genau zu kartieren und die Einsatzkräfte entsprechend zu koordinieren. „Nach ersten Drohnenauswertungen sind bislang rund 81.500 Quadratmeter Wald-, Wiesen- und Böschungsflächen betroffen“, teilte die Feuerwehr mit. Das entspricht einer Fläche von etwa 8,15 Hektar – umgerechnet rund elf Fußballfelder. Insbesondere die abfallenden Böschungsflächen entlang der Bahnlinie und der Straße erschweren den Zugang, sodass die Luftbilder bei der Planung der Löscharbeiten helfen.
Teilerfolg: Brand abschnittsweise unter Kontrolle
Am späten Nachmittag vermeldete die Feuerwehr einen Teilerfolg: Auf der Seite von Oberaußem ist der Brand unter Kontrolle. Dort laufen nun umfangreiche Nachlöscharbeiten. Die Einsatzkräfte gehen das abgebrannte Gebiet systematisch ab, löschen Glutnester und verhindern so, dass das Feuer erneut aufflammt. Auf der gegenüberliegenden Seite dauern die Löscharbeiten unvermindert an. Wie lange die Einsatzkräfte dort noch benötigt werden, ist derzeit nicht absehbar. Die Feuerwehr Bergheim ist mit einem Großaufgebot an Menschen und Fahrzeugen vor Ort.
Feuerwehr bittet um Vorsicht
Die Feuerwehr appelliert an alle Bewohner und Passanten, den Bereich der Glessener Höhe bis auf Weiteres zu meiden. In einer Mitteilung heißt es: „Wer Rauch oder Brandgeruch wahrnimmt, sollte Fenster und Türen geschlossen halten.“ Diese Vorsichtsmaßnahme dient dazu, das Eindringen von Rauchpartikeln in Innenräume zu verhindern und die Atemwege zu schützen. Die Einsatzkräfte weisen darauf hin, dass die Rauchentwicklung je nach Windrichtung auch entfernte Stadtteile beeinträchtigen kann.
Der Einsatz an der Landstraße 91 dauert an. Die Feuerwehr hat angekündigt, die Öffentlichkeit über den Fortgang der Löscharbeiten auf dem Laufenden zu halten. Bis dahin gilt: Abstand halten und den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen. Die Polizei wird nach Abschluss der Löscharbeiten die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufnehmen.



