Bei einem Arbeitsunfall auf einer Baustelle der Deutschen Bahn in Kirchhundem (Kreis Olpe) ist am Montag ein 45 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde der Mann von einem Radlader überrollt. Er erlitt dabei tödliche Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. Die genauen Umstände des Unglücks sind bislang unklar, die Ermittlungen dauern an.
Unfallhergang noch unklar
Die Polizei im Kreis Olpe hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Bislang gibt es nach Angaben der Beamten keine Hinweise auf ein strafbares Verhalten, das zum Tod des Mannes geführt haben könnte. Vielmehr deutet alles auf einen tragischen Betriebsunfall hin. Die Baustelle befindet sich im Bereich der Bahnstrecke in Kirchhundem, wo Gleisarbeiten durchgeführt wurden.
Der 45-Jährige war nach ersten Erkenntnissen als Arbeiter auf der Baustelle eingesetzt. Wie es zu dem Überrollen durch den Radlader kommen konnte, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Die Polizei sicherte Spuren und befragte Zeugen. Auch die Deutsche Bahn als Bauherrin wurde informiert und arbeitet nach eigenen Angaben mit den Behörden zusammen.
Arbeitssicherheit auf Baustellen im Fokus
Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Arbeitssicherheit auf Großbaustellen auf. In Deutschland ereignen sich jedes Jahr zahlreiche Arbeitsunfälle, bei denen Bauarbeiter ums Leben kommen. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gab es im Jahr 2025 insgesamt 412 tödliche Arbeitsunfälle, davon viele im Baugewerbe. Die häufigsten Ursachen sind Stürze, Unfälle mit Maschinen und Fahrzeugen sowie herabfallende Gegenstände.
Die Deutsche Bahn betonte in einer ersten Stellungnahme, dass Sicherheit auf ihren Baustellen oberste Priorität habe. Man werde den Vorfall gründlich aufarbeiten und die Ergebnisse in die Sicherheitsmaßnahmen einfließen lassen. Die zuständige Berufsgenossenschaft wurde ebenfalls eingeschaltet, um den Unfall zu untersuchen.
Ermittlungen dauern an
Die Polizei Kirchhundem bittet mögliche Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, sich zu melden. Insbesondere wird geprüft, ob der Radladerfahrer den Mann rechtzeitig sehen konnte und ob alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden. Ein Sachverständiger soll den Unfallhergang rekonstruieren.
Der Kreis Olpe steht unter Schock. Bürgermeister Andreas Reiné (parteilos) sprach den Angehörigen des Verstorbenen sein Beileid aus. „Dieser tragische Unfall zeigt, wie wichtig Sicherheit am Arbeitsplatz ist. Unsere Gedanken sind bei der Familie des Opfers“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Die Baustelle bleibt vorerst gesperrt, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Die Deutsche Bahn kündigte an, die Arbeiten erst nach Freigabe durch die Behörden fortzusetzen.



