Seniorengerechte Wohnung: Fünf Tipps für Sicherheit zu Hause
Seniorengerechte Wohnung: Fünf Tipps für sicheres Zuhause

Wer auch im Alter selbstständig in den eigenen vier Wänden leben möchte, sollte frühzeitig für eine seniorengerechte Umgebung sorgen. Was heute noch eine kleine Unbequemlichkeit ist, kann morgen zu einer gefährlichen Hürde werden und schwere Stürze verursachen. Dabei lässt sich die Wohnung oft mit wenigen Handgriffen anpassen – und für viele Maßnahmen gibt es sogar Zuschüsse.

Stolperfallen systematisch beseitigen

Der erste Schritt zu mehr Sicherheit ist die Beseitigung von Stolperfallen. Dazu gehören lose Teppiche, Kabel und Türschwellen. Teppiche sollten mit rutschfesten Unterlagen fixiert oder ganz entfernt werden. Auch herumliegende Gegenstände wie Schuhe oder Zeitschriften können zur Falle werden. Ein aufgeräumter Boden reduziert das Sturzrisiko erheblich.

Mehr Licht und Kontraste schaffen

Mit zunehmendem Alter lässt die Sehkraft nach. Daher ist eine gute Ausleuchtung aller Räume essenziell. Insbesondere Treppen, Flure und der Weg zum Bad sollten hell beleuchtet sein. Bewegungsmelder und Nachtlichter helfen, auch im Dunkeln sicher zu navigieren. Zusätzlich erleichtern kontrastreiche Farben an Türrahmen, Stufenkanten oder Lichtschaltern die Orientierung.

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Das Badezimmer zur Sicherheitszone umrüsten

Das Badezimmer ist der gefährlichste Raum im Haus. Hier helfen Haltegriffe an Toilette und Dusche, eine rutschfeste Duschmatte sowie ein Duschhocker. Auch der Austausch der Badewanne gegen eine bodengleiche Dusche kann sinnvoll sein. Für diese Umbaumaßnahmen gibt es oft Zuschüsse von Krankenkassen oder der KfW-Bank. Vor dem Umbau sollte man sich bei der Pflegekasse über mögliche Zuschüsse informieren.

Alltagserleichterungen in der Küche integrieren

In der Küche erleichtern ausziehbare Unterschränke, höhenverstellbare Arbeitsflächen und leichtgängige Schubladen den Alltag. Ein Backofen auf Augenhöhe vermeidet Bücken. Auch ein Wasserkocher mit automatischer Abschaltung oder Herd mit Kochfeldüberwachung erhöhen die Sicherheit.

Finanzielle Unterstützung für den Umbau nutzen

Viele Maßnahmen werden staatlich gefördert. Die KfW bietet zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für barrierefreies Bauen und Umbauen. Auch die Pflegeversicherung gewährt bis zu 4.000 Euro für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen – pro Person sogar bis zu 40.000 Euro bei bestimmten Voraussetzungen. Zudem können die Kosten als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich abgesetzt werden. Eine frühzeitige Beratung bei einer unabhängigen Stelle wie der Wohnungsberatung der Verbraucherzentrale ist empfehlenswert.

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