Bundeswehr löscht Waldbrand im Müritz-Nationalpark mit Hubschraubern
Bundeswehr löscht Waldbrand im Müritz-Nationalpark

Im Müritz-Nationalpark kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen einen Flächenbrand auf dem Gebiet eines früheren Truppenübungsplatzes. Die Ausdehnung lag zuletzt bei etwa 360 Hektar, teilte der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit. Das zuständige Landesministerium sprach am Donnerstag von rund 320 Hektar betroffener Waldfläche. Die Lage bleibe dynamisch.

Bundeswehrhubschrauber im Einsatz

Der Einsatz der Bundeswehrhubschrauber sei effektiv, so der Landkreis. Im Tagesverlauf seien wieder Hubschrauber vor Ort und unterstützen. Gegen 10.30 Uhr gehe der Einsatz weiter. Der Brand wurde am Montag gemeldet, seitdem läuft der Einsatz. Am Donnerstag waren rund 400 Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung dabei. Es wurde auf Gewitterregen am nächsten Tag gehofft. Der starke Wind hatte zuletzt die Ausbreitung des Feuers beschleunigt.

Ausbreitung und Evakuierungen

Die Flammen breiten sich vor allem nach Süden und Osten aus. Die Evakuierung des Ortsteils Granzin bleibe bestehen, teilte der Landkreis mit. Der Dambecker See, der Granziner See, der Käbelicksee und der Priesterbäker See dienten den Bundeswehrhubschraubern als Wasserentnahmestellen.

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Munitionsbelastung erschwert Löschung

Nach Angaben des Munitionsbergungsdienstes gelten in Mecklenburg-Vorpommern rund 60.000 Hektar Wald als munitionsbelastet – etwa zehn Prozent der gesamten Waldfläche. Davon entfallen rund 28.400 Hektar auf die höchste Gefährdungskategorie 4, worunter auch panzerbrechende Munition zählt. Auf dem Gelände waren immer wieder starke Detonationen zu hören.

Stimmen aus Politik und Einsatzleitung

„Da große Teile des Gebietes nicht betreten werden können, müssen wir uns auf einen langwierigen Einsatz einstellen“, sagte Landrat Thomas Müller (CDU). Landesagrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) betonte: „Der Schutz der Bevölkerung und der Einsatzkräfte hat für uns oberste Priorität. Solange die Lage dynamisch bleibt, werden wir alle notwendigen Maßnahmen treffen, um Gefahren frühzeitig abzuwenden.“ Die Einsatzkräfte leisteten seit Tagen unter schwierigsten Bedingungen Außergewöhnliches. „Dafür verdienen sie unseren größten Respekt“, so Backhaus. Rund 80 Prozent der Einsatzkräfte engagierten sich ehrenamtlich.

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