Eaton-Brand 2025: Strommast als Ursache identifiziert
Eaton-Brand: Strommast als Ursache identifiziert

Gut achtzehn Monate nach den verheerenden Flächenbränden im Raum Los Angeles haben Ermittler den Ursachenbericht für das sogenannte Eaton-Feuer vorgelegt. Die Feuerwehr des Bezirks Los Angeles identifizierte einen Strommast des kalifornischen Versorgers Southern California Edison (SCE) als Auslöser des tödlichen Brandes. Bei dem Feuer nahe Pasadena und Altadena kamen 19 Menschen ums Leben, mehr als 9.000 Gebäude wurden zerstört oder beschädigt.

Technischer Defekt trotz Außerbetriebnahme

Der betreffende Hochspannungsmast war zum Zeitpunkt des Brandes nicht mehr in Betrieb. Dennoch entstanden durch Lichtbögen brennende Partikel, die unter dem Turm auf trockenes Gestrüpp fielen und dieses entzündeten. Die anschließend aufkommenden starken Winde sorgten für eine rasche Ausbreitung der Flammen. Die Ermittler betonten, dass die Kombination aus technischem Defekt und extremen Wetterbedingungen die Katastrophe begünstigt habe.

Zweiter Großbrand: Palisades-Feuer forderte weitere Todesopfer

Parallel zum Eaton-Feuer wütete am Westrand von Los Angeles das Palisades-Feuer, bei dem 12 Menschen ums Leben kamen und mehr als 6.800 Gebäude zerstört wurden. Die Feuerwehr war wochenlang im Großeinsatz, um beide Brände unter Kontrolle zu bringen. Insgesamt starben bei den beiden Großbränden im Januar 2025 mindestens 31 Menschen.

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Brandstiftungsvorwurf im Palisades-Fall

Im Zusammenhang mit dem Palisades-Feuer war ein Mann wegen Brandstiftung angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, am Neujahrstag 2025 ein Feuer verursacht zu haben, das zunächst von der Feuerwehr gelöscht wurde. Allerdings schwelte das Feuer unterirdisch weiter und breitete sich am 7. Januar bei heftigen Winden erneut aus. Der Prozess gegen den Mann scheiterte im Juni, da sich die Geschworenen nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen konnten.

Auswirkungen und Lehren

Die Brände zerstörten ganze Wohngebiete und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Die Ermittlungsergebnisse werfen Fragen zur Infrastruktur der Energieversorger auf. Southern California Edison steht nun unter Druck, die Sicherheit seiner Anlagen zu überprüfen. Die Behörden kündigten an, die Empfehlungen aus dem Bericht umzusetzen, um künftige Katastrophen zu verhindern.

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