Elbe in Magdeburg droht historisches Niedrigwasser – Schifffahrt betroffen
Elbe in Magdeburg vor historischem Niedrigwasser

Der Wasserstand der Elbe in Magdeburg bewegt sich auf ein historisches Tief zu. Aktuell zeigt der Pegel an der Strombrücke lediglich 46 Zentimeter an, wie Martin Gellner vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe der dpa mitteilte. Im vergangenen Jahr war der Wert bereits auf 44 Zentimeter gefallen – ein Rekord, der nun möglicherweise unterboten wird.

Unsicherheit über die weitere Entwicklung

„Ich hoffe nicht, dass wir den unterschreiten, aber im Moment sieht es nicht so gut aus“, sagte Gellner. Eine verlässliche Prognose sei schwierig, da der Wasserstand maßgeblich von den Niederschlägen abhänge. Die Elbe wird überwiegend aus dem tschechischen Einzugsgebiet von Moldau und Elbe gespeist, wobei das Wasser mehrere Stunden verzögert in Deutschland ankommt. In Tschechien habe es zuletzt zwar etwas geregnet, „aber der Schwapp ist noch nicht da“, so Gellner. Auch aus der Saale aus Thüringen könne Wasser kommen, jedoch sei das schwer vorhersehbar. Er hoffe auf Regen in den nächsten Tagen.

Auswirkungen auf Schifffahrt und Freizeit

Während Freizeitsportler in Magdeburg noch auf der Elbe unterwegs sind, hat die Weiße Flotte ihre Ausflugsfahrten bereits auf den Mittellandkanal verlegt. Wegen des niedrigen Pegels können die Schiffe nicht mehr vom Petriförder ablegen. Die Fahrten werden nur noch wochenweise geplant, wie es auf Anfrage hieß. Man hoffe auf einen Wetterumschwung, damit die Elbe wieder schiffbar werde.

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