Erster Ebola-Fall in Frankreich nach Rückkehr aus Kongo
Erster Ebola-Fall in Frankreich nach Kongo-Rückkehr

In Frankreich ist ein erster Fall von Ebola im Zusammenhang mit dem aktuellen Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo bestätigt worden. Wie das französische Gesundheitsministerium mitteilte, handelt es sich um einen Arzt der humanitären Hilfe, der aus dem zentralafrikanischen Land zurückgekehrt war. Direkt nach seiner Ankunft wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht und isoliert, um jedes Ansteckungsrisiko zu vermeiden. Sein Zustand sei stabil, hieß es weiter.

Kontaktpersonen in Quarantäne

Die Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, um alle Personen zu identifizieren, die mit dem Infizierten in Kontakt standen. Diese Kontaktpersonen sollen für 21 Tage zu Hause in Quarantäne bleiben. Die Maßnahme soll eine mögliche Weiterverbreitung des Virus verhindern.

Erst kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Europa erklärt, es gebe keine aktiven Ebola-Fälle in der EU und keine lokale Übertragung. Das Gesamtrisiko bleibe gering. Bislang war lediglich ein US-Arzt nach Deutschland ausgeflogen und in der Berliner Charité behandelt worden. Er wurde nach überstandener Erkrankung entlassen.

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Mehr als 1.000 bestätigte Fälle im Kongo

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen wird. Der aktuelle Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist besonders schwer einzudämmen, da es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen Impfstoff noch eine spezifische Therapie gibt.

Seit der Bekanntgabe des Ausbruchs im Mai ist die Zahl der bestätigten Fälle in der Demokratischen Republik Kongo auf mehr als 1.000 gestiegen. Nach Angaben des Informationsministeriums in Kinshasa sind von den bestätigten Ebola-Erkrankten in drei nordöstlichen Provinzen des Landes insgesamt mehr als 260 Menschen gestorben.

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