Giffey fordert kostenlose Sperrmüllabholung für jeden Haushalt
Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hat angesichts des anhaltenden Müllproblems in der Hauptstadt eine kostenlose Sperrmüllabholung einmal pro Jahr und pro Haushalt vorgeschlagen. „Jeder Berliner kann das heute schon einmal im Jahr bei der BSR anmelden, aber eben nicht kostenfrei“, sagte sie dem „Tagesspiegel“. „Dann kommt ein Team und holt das Zeug ab.“ Derzeit müssen Berliner für die Abholung von Sperrmüll durch die Berliner Stadtreinigung (BSR) eine Gebühr entrichten. Giffey plädiert dafür, diese Dienstleistung kostenfrei anzubieten, um wilde Müllablagerungen zu reduzieren.
„Kotti kriegst du an manchen Stellen nicht mehr gefegt“
Die Senatorin sprach sich zudem für eine intensivere Reinigung öffentlicher Plätze aus. Sie fände es gut, wenn die BSR mehr Orte in der Stadt „nasskärchern“ könnte, also mit einem Wasserhochdruckreiniger säubern. „Den Kotti kriegst du an manchen Stellen nicht mehr gefegt“, sagte sie mit Blick auf den U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg. „Oder die Frankfurter Allee von der Ringbahn runter am Ringcenter entlang. Das werden wir mit der BSR besprechen.“ Für solche Maßnahmen seien jedoch zusätzliche personelle Ressourcen und finanzielle Mittel erforderlich.
Abgesänge auf Berlin hält Giffey für verkürzt
Trotz der Probleme warnte Giffey davor, die Stadt pauschal schlechtzureden. „Wir haben definitiv Ecken, an denen es größere Probleme gibt, aber es ist ja nicht so, dass die Stadt generell im Müll versinkt“, betonte sie. Daraus lasse sich nicht ableiten, dass in Berlin alles schlecht sei. Die Aussage kommt vor dem Hintergrund der bevorstehenden Wahl am 20. September, bei der die SPD gemeinsam mit der CDU regiert. Regierender Bürgermeister ist Kai Wegner (CDU), der bei der Wiederholungswahl im Februar 2023 mit 28,2 Prozent der Stimmen deutlich vor der SPD (18,4 Prozent) lag.



