Im Frühjahr ist ein Spaziergang am Havelufer im Park Babelsberg mit Vorsicht verbunden: Zahlreiche Wege und Wiesen sind mit Kot von Wildgänsen übersät. Vor allem Grau- und Nilgänse sorgen durch ihre Hinterlassenschaften an vielen Badeseen in Deutschland für Ärger. Auch in Potsdam werden zunehmend mehr Wildgänse gesichtet, wie ein aktueller Bericht des Tagesspiegels zeigt. Die Frage ist: Wie stark ist die Belastung wirklich, und wie reagieren die Verantwortlichen?
Belastung der Badewiesen und -seen
Die Verschmutzung durch Gänsekot ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Experten warnen vor möglichen Gesundheitsrisiken, da der Kot Bakterien und Parasiten enthalten kann. In Potsdam sind besonders die Uferbereiche der Havel und die umliegenden Badeseen betroffen. Die Stadtverwaltung steht vor der Herausforderung, die öffentlichen Grünflächen sauber zu halten, ohne die Tiere zu vertreiben.
Lage in den Freibädern
Der Tagesspiegel fragt nach der Lage in den städtischen Freibädern. Bisher gibt es keine systematische Erfassung der Gänsepopulation an den Badestellen. Allerdings berichten Badegäste von zunehmenden Sichtungen. Die Stadtverwaltung prüft Maßnahmen wie regelmäßige Reinigungen und die Anpassung der Grünflächenpflege, um die Attraktivität der Badeorte zu erhalten. Ein Sprecher der Stadt erklärte gegenüber dem Tagesspiegel: „Wir beobachten die Entwicklung genau und werden bei Bedarf handeln.“
Vergleich mit anderen Städten
Das Problem ist nicht auf Potsdam beschränkt. In vielen deutschen Städten, insbesondere an Seen und Flüssen, nehmen die Bestände von Grau- und Nilgänsen zu. Die Vögel fühlen sich in städtischen Parks wohl, da sie dort ausreichend Nahrung und wenig natürliche Feinde finden. Zudem sind sie durch das Jagdrecht geschützt, was eine gezielte Bestandsregulierung erschwert. Kommunen setzen daher auf Vergrämungsmaßnahmen oder das Ausbringen von Hunden, um die Tiere fernzuhalten.
Auswirkungen auf die Badesaison
Trotz der Verschmutzung ist die Badesaison in Potsdam bisher nicht gefährdet. Die Wasserqualität der Seen wird regelmäßig überwacht, und die gemessenen Werte liegen im Normbereich. Dennoch sorgt die Kotbelastung auf den Liegewiesen für Unmut. Die Stadt appelliert an die Besucher, die Hinterlassenschaften nicht zu berühren und die Tiere nicht zu füttern, da dies die Population weiter anzieht.
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