Berlins CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Kasupke hat sich in einer aktuellen Stellungnahme für die Einführung und den Ausbau sogenannter Müllsheriffs ausgesprochen. Die zusätzlichen Ordnungskräfte, die von der Berliner Ordnungsbehörde eingesetzt werden, sollen Verstöße gegen die Abfallentsorgung ahnden und für ein saubereres Stadtbild sorgen. Kasupke betont, dass diese Maßnahme ein effektives Mittel gegen die zunehmende Vermüllung öffentlicher Flächen sei.
Kasupke lobt Engagement der Müllsheriffs
„Die Müllsheriffs leisten einen wichtigen Beitrag zur Sauberkeit unserer Stadt“, erklärte Kasupke. „Sie sind nicht nur Ansprechpartner für Bürger, sondern auch ein sichtbares Symbol für die Durchsetzung unserer Abfallregeln. Ich begrüße dieses Konzept ausdrücklich.“ Der CDU-Politiker verwies darauf, dass allein im vergangenen Jahr in Berlin über 20.000 Verstöße gegen die Müllentsorgung registriert worden seien. Die Müllsheriffs könnten dazu beitragen, diese Zahl zu senken.
Hintergrund: Müllproblem in Berlin
Die Diskussion um Müllsheriffs ist Teil einer breiteren Debatte über die Sauberkeit in der Hauptstadt. Insbesondere in Kiezen mit hohem Bevölkerungsdruck oder Touristenströmen häufen sich die Beschwerden über herumliegenden Müll, überquellende Mülleimer und illegale Müllentsorgung. Die bestehenden Ordnungskräfte haben laut Kasupke oft nicht die Kapazitäten, um alle Verstöße zu verfolgen. Die Müllsheriffs, die im Februar 2024 erstmals in einem Pilotprojekt in Mitte eingesetzt wurden, sollen hier Abhilfe schaffen. Sie sind mit Warnwesten ausgestattet und können kleinere Verstöße wie das Wegwerfen von Zigarettenkippen vor Ort mit einem Bußgeld belegen.
Auswirkungen auf das Stadtbild
Nach Einschätzung des Bezirksamtes Mitte haben die Müllsheriffs bereits eine positive Wirkung gezeigt. In den ersten drei Monaten des Pilotprojekts seien die Beschwerden um rund 15 Prozent zurückgegangen. „Das ist ein klarer Erfolg“, so Kasupke. Er forderte eine Ausweitung des Projekts auf weitere Bezirke. Die Kosten von rund 500.000 Euro für das erste Jahr seien gut angelegt, da sie langfristig zur Senkung der Reinigungskosten beitrügen. Die grün-rot-rote Landesregierung steht dem Vorschlag jedoch teils skeptisch gegenüber. Kasupke hält dagegen: „Wer Ordnung und Sauberkeit will, muss auch bereit sein, in entsprechende Kontrollen zu investieren.“
Kasupke betonte, dass die Müllsheriffs nicht nur eine Kontrollfunktion hätten, sondern auch als Ansprechpartner für Bürger vor Ort dienten. Sie könnten über richtige Mülltrennung informieren und aufklären. Dies sei ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein für eine nachhaltige Abfallwirtschaft zu schärfen. Der Fraktionschef der CDU kündigte an, das Thema im Berliner Abgeordnetenhaus weiter voranzutreiben und einen entsprechenden Antrag zur Ausweitung des Projekts zu stellen.



