Seit Tagen bekämpfen Einsatzkräfte einen Großbrand im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern. Die Löscharbeiten werden durch explodierende Altmunition erheblich erschwert. Nach Angaben eines Sprechers des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte detoniert „relativ viel“ Munition, darunter auch größere Kaliber wie Panzersprenggranaten. „Das hören die Kameraden tatsächlich, wenn sie gerade nicht irgendwie neben einer Pumpe stehen“, so der Sprecher.
Feuerwehr kann nicht direkt löschen
Wegen der Belastung mit Altmunition kann die Feuerwehr nicht direkt an den Brand heran. Stattdessen versuchen die Einsatzkräfte, das Feuer von außen einzudämmen, etwa durch die Bewässerung von Streifen mit Kreisregnern. Die Brandfläche beträgt mittlerweile mehr als 200 Hektar. Rund 300 Einsatzkräfte sind vor Ort, darunter auch Löschzüge aus anderen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns.
Technik aus ganz Deutschland
Der Landkreis fordert bundesweit 150 Kreisregner an, die zur Bewässerung eingesetzt werden sollen. „Die kommen jetzt aus Bayern, Sachsen und Brandenburg“, sagte der Sprecher. Zudem rief der Kreis Landwirte dazu auf, bei Feldarbeiten Wassertanks am Feld bereitzustellen, um entstehende Brände schnell selbst zu bekämpfen.
Granzin bleibt evakuiert
Die Ortschaft Granzin mit knapp 400 Einwohnern bleibt vorerst evakuiert. Der Brand war am Montag ausgebrochen. Die Evakuierung wurde zunächst aufgehoben, am Dienstag jedoch erneut angeordnet. Die Brandursache ist weiter unklar. Da sich im Gebiet alte Munition befindet, sind Spezialisten dafür im Einsatz.
Einsatz könnte noch Tage dauern
Nach Aussage des Sprechers dürfte der Einsatz noch Tage dauern. Einen derartigen Brand habe es in jüngster Vergangenheit in der Region nicht gegeben. Man sei sich der Gefahr aber bewusst gewesen, sagte der Sprecher. So habe es im Oktober 2024 im betroffenen Gebiet eine entsprechende Übung gegeben.



