Der Großbrand in einem Naturgebiet in den Niederlanden nahe der deutschen Grenze hat sich nach Angaben der Behörden nicht weiter ausgebreitet. Die Lage sei stabil, aber eine Entwarnung stehe noch aus, erklärte Erik Thijssen, Sprecher der Sicherheitsregion Limburg-Nord, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „In der Nacht gab es keine weitere Ausbreitung, die Lage ist stabil.“ Am Morgen sollten erneut Löschhubschrauber der Armee zum Einsatz kommen.
Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz
In dem Naturgebiet bei Venray, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Nordrhein-Westfalen entfernt, kämpfen seit Montag hunderte Feuerwehrleute Tag und Nacht gegen die Flammen. Die Einsatzkräfte werden durch die schwierigen Bedingungen herausgefordert: Obwohl die Temperaturen hoch sind, sei der Wind stabil, was die Löscharbeiten begünstige. Am Dienstag hatten sich ständig drehende Winde den Einsatzkräften zugesetzt.
Die Löscharbeiten werden jedoch durch Sprengstoffreste aus dem Zweiten Weltkrieg erschwert. Wie Thijssen erläuterte, kann die Feuerwehr nur von den Wegen aus löschen. Die Brandherde seien aber über bereits geschlagene Schneisen erreichbar. Der Sprengstoffräumdienst der Armee wurde eingeschaltet, um die Gefahr zu minimieren.
Warnung im Kreis Kleve bleibt bestehen
Trotz der stabilen Lage warnt der Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen die Bevölkerung weiterhin vor anhaltendem Brandgeruch. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, das gesamte Kreisgebiet sei betroffen. Je nach Windrichtung könne die Belästigung unterschiedlich stark ausfallen. Die Behörden rieten weiterhin, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine akute Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht, die Warnung werde aber vorsorglich aufrechterhalten.
Verstärkung aus NRW wurde nicht angefordert, wie der Sprecher betonte. Man beobachte die Entwicklung jedoch genau. Die Einsatzkräfte in den Niederlanden haben nach Angaben von Thijssen keine weitere Ausbreitung des Feuers in der Nacht gemeldet.
Ausmaß des Feuers und bisherige Schäden
Seit Montag wütet das Feuer in dem Naturgebiet, die Ursache ist bislang unbekannt. Rund 100 Hektar Land sind betroffen. Menschen wurden bislang nicht verletzt, und auch Gebäude blieben unbeschädigt. Ein Campingplatz mit 300 Gästen wurde vorsorglich evakuiert, und der regionale Zugverkehr war zeitweise eingeschränkt.
Wie lange die Löscharbeiten noch andauern werden, ist nach Angaben von Thijssen schwer abzuschätzen. Die Bedingungen seien derzeit günstig, aber die Lage könne sich jederzeit ändern. Die Feuerwehr bleibt mit vollem Einsatz vor Ort, unterstützt von Löschhubschraubern der Armee.



