Die Sanierung der Brandenburger Straße in Potsdam wird sich um ein weiteres Jahr verzögern. Statt wie zuletzt geplant im Jahr 2030 soll das Projekt nun voraussichtlich erst 2031 abgeschlossen werden. Das bestätigte Stadtsprecherin Christine Homann auf Anfrage der Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN).
Baufortschritt unter 85 Meter pro Jahr
Rein rechnerisch bedeutet dies, dass die Baugeschwindigkeit auf weniger als 85 Meter pro Jahr sinkt. Die Brandenburger Straße ist insgesamt rund 750 Meter lang. Die Sanierung war bereits 2022 nach diversen Schwierigkeiten gestartet worden. Als Gründe für die Verzögerung nannte Homann unter anderem Pausen während des Weihnachtsmarktes sowie strenge Winter, die die Bauarbeiten immer wieder ausbremsen.
Kostensteigerungen erwartet
Mit der längeren Bauzeit gehen auch höhere Kosten einher. Zwar nannte die Stadtsprecherin keine konkreten neuen Zahlen, doch bereits in der Vergangenheit waren die Kosten für das Großprojekt mehrfach nach oben korrigiert worden. Die Sanierung der zentralen Einkaufsmeile umfasst neben der Erneuerung des Pflasters auch die Verlegung neuer Leitungen für Strom, Wasser und Fernwärme.
Die Verzögerung sorgt bei Anwohnern und Geschäftsleuten für Unmut. Viele befürchten Umsatzeinbußen durch die langwierigen Bauarbeiten. Die Stadtverwaltung betont jedoch, dass die Maßnahmen notwendig seien, um die Infrastruktur der Innenstadt zukunftsfähig zu machen.



