Im Pompiniuspark in Berlin-Dahlem sorgte ein plötzlicher Anstieg des Wasserspiegels im Studenten-Teich für Aufsehen. Obwohl die Temperaturen hoch waren und kein Starkregen gefallen war, standen Bäume und Wege unter Wasser. Besucher des Parks waren überrascht und rätselten über die Ursache.
Pegelanstieg trotz Hitze
Der Studenten-Teich, ein kleiner Tümpel nahe der Freien Universität, trat am vergangenen Wochenende über die Ufer. Dies geschah noch vor den angekündigten Regenfällen. Viele Parkbesucher zeigten sich jedoch erfreut über das unerwartete Ereignis. Eine Frau auf einer Bank bemerkte: „Endlich können sich die Fische wieder richtig bewegen.“ Ihr Hund nutzte die Gelegenheit zum Planschen, was er sonst nicht tat.
Ein Begleiter der Frau vermutete, dass der Pegelanstieg mit Baustellen in der Umgebung zusammenhängen könnte. „Vielleicht wurde ein Wasserrohr nicht richtig verschlossen“, spekulierte er. Die Baustellen befinden sich rund um die Hittorfstraße und den Landoltweg.
Erklärung des Grünflächenamts
Das Grünflächenamt des Bezirks Steglitz-Zehlendorf konnte die Ursache klären. Eine Referentin des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) erklärte auf Nachfrage, dass Ende vergangener Woche Trinkwasser in den Regenwasserkanal eingeleitet worden sei. Da dieser Kanal in dem Bereich nicht in die Kanalisation, sondern direkt in den Studenten-Teich führe, sei der Teich „geflutet“ worden.
Die Berliner Wasserbetriebe konnten den Zufluss am Montagnachmittag stoppen. Gefahr bestand laut der Referentin nicht. Die genauen Umstände der Einleitung wurden nicht näher erläutert.
Positive Reaktionen der Besucher
Viele Parkbesucher sehen den höheren Wasserstand positiv. Neben den Fischen profitierten auch Hunde und die Luftqualität. „Geht es nach den Besuchern, könnte der Studenten-Teich gern mehr Wasser vertragen“, hieß es. Die Freude über das plötzliche Hochwasser war trotz der ungewöhnlichen Ursache groß.



