Unwetterwarnung für Ost-Niedersachsen: Orkanböen und Lebensgefahr
Unwetterwarnung für Ost-Niedersachsen

Schwere Unwetter im Osten Niedersachsens erwartet

Für mehrere Landkreise im Osten und in der Mitte Niedersachsens hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben. Betroffen sind Teile des Heidekreises, der Landkreis Celle, der Landkreis Uelzen sowie die Region Hannover. Laut DWD können in diesen Gebieten Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 120 Kilometern pro Stunde auftreten, begleitet von Starkregen und Hagel. Die Warnung gilt ab den Nachmittagsstunden und soll bis in die Nacht hinein andauern.

Lebensgefahr durch Blitze und umstürzende Bäume

Der Wetterdienst betont, dass für Menschen akute Lebensgefahr durch Blitzeinschläge besteht. „Wir raten dringend, sich in geschlossene Räume zu begeben und Fenster sowie Türen geschlossen zu halten“, erklärte ein Sprecher des DWD. „Auch von Gewässern und exponierten Orten sollte man fernbleiben.“ Zudem besteht die Gefahr von umstürzenden Bäumen und herabfallenden Gegenständen, was zu schweren Verletzungen führen kann. Autofahrer werden gebeten, ihre Fahrzeuge nicht unter Bäumen zu parken und bei Fahrten äußerste Vorsicht walten zu lassen.

Überflutungen und Hagel möglich

Neben den Sturmböen warnt der DWD vor örtlichen Überflutungen durch Starkregen. Innerhalb kurzer Zeit könnten die Niederschläge zu vollgelaufenen Kellern und überschwemmten Straßen führen. Auch Hagel mit Korngrößen von bis zu zwei Zentimetern sei nicht ausgeschlossen. In den betroffenen Landkreisen wird die Bevölkerung aufgefordert, Abflüsse und Gullys freizuhalten und Gegenstände im Freien zu sichern oder hereinzuholen.

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Vorabinformationen für weitere Regionen

Für große Teile des Ostens und Südens Niedersachsens hat der DWD zudem Vorabinformationen vor möglichen Unwettern herausgegeben. Diese betreffen unter anderem die Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Gifhorn und Peine. Auch wenn hier noch keine offizielle Warnung vorliegt, rät der Wetterdienst zu erhöhter Wachsamkeit. „Die Lage kann sich schnell verschärfen. Verfolgen Sie die aktuellen Warnmeldungen über unsere App oder im Radio“, so der DWD-Sprecher weiter.

Hintergrund: Entstehung der Unwetterlage

Ursache für die unwetterartigen Entwicklungen ist ein kräftiges Tiefdruckgebiet über der Nordsee, das feuchtwarme Luft aus dem Süden nach Niedersachsen führt. In der Höhe sorgt ein Jetstream für starke Windscherung, die die Bildung von Superzellen begünstigt. Meteorologen erwarten, dass die Gewitterlinie im Laufe des Abends ostwärts abzieht, allerdings bis dahin lokal große Schäden anrichten kann. Die Bevölkerung wird gebeten, Notrufnummern nur in echten Notfällen zu wählen und bei Schäden die zuständigen Behörden zu informieren.

Verhaltenstipps des Deutschen Wetterdienstes

Der DWD hat konkrete Verhaltenshinweise veröffentlicht:

  • Suchen Sie sofort einen geschützten Ort auf – am besten ein festes Gebäude mit Blitzableiter.
  • Meiden Sie Wälder, Parks und freie Flächen.
  • Halten Sie Abstand von Bäumen, Masten und Zäunen.
  • Verlassen Sie Gewässer – auch kleine Seen und Bäche sind gefährlich.
  • Stellen Sie sich im Auto nicht unter Bäume oder Stromleitungen.
  • Verfolgen Sie die Unwetterwarnungen auf www.dwd.de oder über die Warnwetter-App.

Die Unwetterwarnung bleibt bis voraussichtlich Mitternacht bestehen. In den folgenden Tagen wird mit einer Beruhigung der Wetterlage gerechnet, jedoch sind örtlich noch Schauer möglich.

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