Der Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände in Jüterbog (Landkreis Teltow-Fläming) ist nach Angaben der Feuerwehr weitgehend eingedämmt. „Es brennen noch ein paar Baumstümpfe“, sagte Stadtbrandmeister Rico Walentin am Sonntagnachmittag. Die Lage habe sich deutlich entspannt. Nach einer Bewertung vom Sonntag seien rund 35 Hektar von dem Brand betroffen, der am Samstag ausgebrochen war.
Günstige Bedingungen für die Löscharbeiten
Walentin führte die schnelle Eindämmung auf mehrere Faktoren zurück: „Die Vegetation in dem betroffenen Gebiet war nicht sehr dicht, der Boden ist recht sandig, und es hat geregnet.“ Die Feuerwehr mache nur noch Beobachtungsfahrten. Der Brand war im Bereich Jüterbog West nahe dem Wurzelberg auf der westlichen Seite des ehemaligen Truppenübungsplatzes ausgebrochen. Das Gebiet ist mit alter Munition belastet, was Löscharbeiten grundsätzlich erschwert. „Schauen wir mal, was für Überraschungen in den nächsten Tagen warten“, sagte Walentin mit Blick auf mögliche Glutnester.
Wiederkehrende Waldbrände auf dem Altlastenareal
Immer wieder kommt es auf dem früheren Militärgelände zu Bränden. Beim ersten großen Waldbrand des Jahres im Mai hatten etwa 152 Hektar gebrannt – eine Fläche von rund 215 Fußballfeldern. Im Jahr 2023 wütete ein Feuer auf sogar rund 700 Hektar. Die Munitionsbelastung im Boden macht die Einsätze zeitaufwendig und gefährlich, da Löschwasser nicht aus der Luft abgeworfen werden kann, ohne Explosionen zu riskieren.
Vergleich mit internationalen Großbränden
Im Vergleich zu den verheerenden Waldbränden in Spanien und Frankreich sind die Brände in Jüterbog allerdings überschaubar. Derzeit wütet ein großes Feuer in der Region Bordeaux, das sich der Großstadt nähert und bereits mehr als 42.000 Hektar Wald und Buschland zerstört hat. „Man fühlt schon mit“, sagte Walentin. Die Bilder aus Frankreich, wo Menschen in Sicherheit gebracht werden, ließen ihn nicht kalt.
Die Feuerwehr in Jüterbog bleibt vorerst in Bereitschaft, um mögliche neue Glutnester frühzeitig zu entdecken. Die nächsten Tage werden zeigen, ob der Brand endgültig gelöscht ist. Für die Einsatzkräfte bleibt die Herausforderung, mit den Altlasten im Boden umzugehen.



