Hitzewelle: Waldbrandgefahr in Sachsen-Anhalt steigt auf Stufe vier
Waldbrandgefahr in Sachsen-Anhalt steigt auf Stufe vier

Eine neue Hitzewelle steht bevor – und die Waldbrandgefahr in Sachsen-Anhalt nimmt deutlich zu. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die kommenden Tage eine steigende Gefahrenlage prognostiziert. Am Mittwoch wird an etwa einem Drittel der 23 Wetterstationen im Bundesland die zweithöchste Gefahrenstufe vier erreicht. Im restlichen Gebiet gilt fast flächendeckend die mittlere Stufe drei.

Wetterlage: Trockenheit und Höchsttemperaturen

Nach Angaben des DWD bleibt es in Sachsen-Anhalt an beiden Tagen niederschlagsfrei. Die Sonne scheint ungetrübt, die Temperaturen steigen rasant. Für Mittwoch werden Höchstwerte bis zu 33 Grad erwartet. Am Donnerstag klettert das Thermometer sogar auf bis zu 38 Grad – eine extreme Belastung für Mensch und Natur. Die anhaltende Trockenheit in Kombination mit der Hitze begünstigt die Entstehung von Waldbränden.

Anstieg der Gefahrenstufen

Laut der Vorhersage des Waldbrandgefahrenindexes des DWD steigt die Gefahr am Donnerstag noch einmal an. Dann wird nur noch an sechs der 23 Wetterstationen die Stufe drei gemeldet, während alle übrigen Stationen die Stufe vier anzeigen. Das bedeutet, dass die Waldbrandgefahr im gesamten Bundesland mindestens als hoch eingestuft wird. Die zweithöchste Stufe vier warnt vor einer sehr hohen Gefahr – insbesondere bei Funkenflug oder fahrlässigem Verhalten.

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Hintergrund: Waldbrandgefahrenindex des DWD

Der Waldbrandgefahrenindex des DWD umfasst fünf Stufen. Stufe eins bedeutet eine sehr geringe Gefahr, Stufe fünf die höchste. Stufe vier warnt vor einer hohen bis sehr hohen Brandgefahr. Entscheidend für die Einstufung sind Faktoren wie Niederschlagsmenge, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Temperatur. In den kommenden Tagen tragen die extreme Trockenheit und die hohen Temperaturen zu einer raschen Austrocknung der Waldböden bei.

Auswirkungen und Verhaltensempfehlungen

Die zuständigen Behörden in Sachsen-Anhalt appellieren an die Bevölkerung, äußerste Vorsicht walten zu lassen. Offenes Feuer in Wäldern ist grundsätzlich verboten, ebenso das Grillen außerhalb von genehmigten Plätzen. Auch weggeworfene Zigarettenkippen oder Glasscherben können Brände auslösen. Autofahrer sollten vermeiden, mit heißen Katalysatoren über trockenem Gras zu parken. Die Waldbrandgefahr bleibt bis zum Wochenende auf einem kritischen Niveau, bevor möglicherweise eine Abkühlung einsetzt.

Regionale Betroffenheit

Besonders betroffen sind die waldreichen Regionen im Norden und Osten Sachsen-Anhalts, etwa der Fläming, die Altmark und der Harz. In diesen Gebieten ist die Waldbrandgefahr traditionell hoch, wenn mehrere Tage Trockenheit und Hitze zusammenkommen. Die Forstämter haben ihre Überwachung intensiviert und führen verstärkt Kontrollen durch. Auch die Feuerwehren sind in erhöhter Alarmbereitschaft.

Die aktuelle Hitzewelle ist die zweite in diesem Sommer. Bereits im Juli hatte eine ähnliche Wetterlage zu erhöhter Waldbrandgefahr geführt. Damals kam es zu mehreren kleineren Bränden, die aber schnell gelöscht werden konnten. Die Einsatzkräfte hoffen, dass auch diesmal die Bevölkerung umsichtig handelt und größere Schäden vermieden werden.

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