ING, DKB und Allianz: Rabatte bei Bauzinsen trotz steigender Zinsen
Bauzinsen-Rabatte bei ING, DKB und Allianz aktuell

Mehrere Banken haben ihre Zinsen für Immobilienkredite zuletzt angehoben, doch Kreditnehmer können bei einigen Instituten weiterhin von Rabattaktionen profitieren. Die ING bietet gleich mehrere Zinsvorteile, während die DKB und die Allianz mit speziellen Konditionen locken. Ein Überblick über die aktuellen Möglichkeiten.

Aktuelle Rabatte bei ING, DKB und Allianz

Die ING gewährt bei einer Darlehenssumme ab 450.000 Euro einen Zinsrabatt von bis zu 0,10 Prozentpunkten. Zusätzlich gibt es 0,10 Prozentpunkte Rabatt für Immobilien mit Energieeffizienzklasse A oder A+ sowie für energetische Modernisierungen ab 100.000 Euro, sofern sich die Effizienzklasse um mindestens eine Stufe verbessert und mindestens Klasse F erreicht. Auch bei Verlängerungen bestehender ING-Darlehen für Einfamilienhäuser ist ein Rabatt von 0,10 Prozentpunkten möglich.

Die DKB reduziert den Zins um 0,10 Prozentpunkte beim Kauf einer Bestandsimmobilie, wenn das Finanzierungsvolumen mindestens 250.000 Euro beträgt, maximal 80 Prozent des Kaufpreises finanziert werden und die Immobilie die Energieeffizienzklasse B bis F aufweist.

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Die Allianz bietet einen Zinsabschlag von 0,20 Prozentpunkten bei Abschluss einer Baufinanzierung in Kombination mit einem KfW-Darlehen der Programme 124, 261, 297, 298, 300, 308, 358 oder 359 bis zum 31. Januar 2027. Zudem reduziert sich der Sollzins um 0,10 Prozentpunkte, wenn durch Sanierung die Energieeffizienzklasse A oder A+ erreicht wird.

EZB-Entscheidung und Zinsausblick

Die EZB hielt den Leitzins im Juli stabil bei 2,25 Prozent. Florian Pfaffinger, Zinsexperte bei Dr. Klein, prognostiziert kurzfristig eine Seitwärtsbewegung mit Schwankungen. „Kurzfristige Zins-Dellen ließen sich dann mit guter Vorbereitung nutzen, sollten jedoch keinesfalls die Basis einer Finanzierung darstellen“, so Pfaffinger. Mittel- bis langfristig rechnet er mit einer leichten Aufwärtstendenz.

Die Bauzinsen orientieren sich weniger am EZB-Leitzins als an den Renditen der Bundesanleihen, die durch geopolitische Spannungen beeinflusst werden. Die jüngste militärische Zuspitzung ließ den Ölpreis und damit die Inflationssorgen steigen, sodass die Renditen und Bauzinsen wieder anzogen.

ING erhöht Bauzinsen erneut

Die ING hob ihre Zinsen über alle Zinsbindungen deutlich an. Im repräsentativen Beispiel für ein Darlehen von 300.000 Euro, 15 Jahren Zinsbindung und 3 Prozent Anfangstilgung stieg der Sollzins auf 4,40 Prozent (zuvor 4,27 Prozent), der effektive Jahreszins auf 4,52 Prozent. Die monatliche Rate erhöht sich auf 1850 Euro, was Mehrkosten von 390 Euro pro Jahr bedeutet. Damit liegt die ING über den üblichen Konditionen: Interhyp gibt für 15-jährige Laufzeiten einen Zins von 4,20 Prozent an.

Weitere Banken im Vergleich

Die PSD Bank Nürnberg erhöhte ihren effektiven Zins auf 3,62 Prozent für ein 300.000-Euro-Darlehen mit zehn Jahren Zinsbindung und 1 Prozent Tilgung. Die monatliche Rate steigt auf 1347 Euro. Dennoch liegt die PSD Bank deutlich unter dem Marktdurchschnitt von Interhyp (3,95 Prozent) und am unteren Ende der Top-Spanne von Dr. Klein (3,57 bis 4,22 Prozent).

Die 1822direkt zog ihren Effektivzins auf 3,85 Prozent an. Für Kreditnehmer bedeutet das eine monatliche Rate von 1440 Euro, rund 570 Euro mehr pro Jahr. Allerdings berechnet die Sparkassentochter einen Zinsaufschlag von 0,10 Prozentpunkten für Immobilien unter Energieeffizienzklasse A oder A+.

Ein aktueller Vergleich zeigt: Die günstigsten Angebote für eine 400.000-Euro-Immobilie mit 80.000 Euro Eigenkapital und zehnjähriger Zinsbindung kommen von Dr. Klein und der DTW Immobilienfinanzierung mit einem effektiven Zins von 3,81 Prozent (Monatsrate 1677 Euro). Interhyp liegt bei 3,86 Prozent, Baufi24 bei 4,07 Prozent.

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