Zerkarien-Warnung an Berliner Badeseen
Die Berliner Badesaison hat begonnen, und die Temperaturen laden zum Schwimmen ein. Doch erste Warnungen vor Zerkarien, den Larven von Saugwürmern, wurden ausgesprochen. Diese können Juckreiz und Hautausschläge verursachen.
Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) meldet aktuell wenige, aber frühe Fälle von Zerkarien in Gewässern wie dem Jungfernheideteich, dem Teufelssee und dem Schlachtensee. Die frühzeitige Erwärmung des Wassers habe dazu geführt, dass die Larven bereits Ende Mai und Anfang Juni ausgeschwärmt seien, erklärte Sprecherin Stephanie Reisinger. In den Vorjahren traten die Meldungen eher Mitte Juni bis Mitte Juli auf.
Das Auftreten der Zerkarien ist zeitlich begrenzt und nicht vorhersagbar. Eine Überprüfung nach Meldungen sei nicht zielführend, da die Larven nach wenigen Tagen nicht mehr nachweisbar seien.
Regelmäßige Kontrollen der Badegewässer
Das Lageso untersucht die Badestellen während der Saison regelmäßig alle zwei Wochen. Dabei werden mikrobiologische Parameter wie Escherichia coli und Enterokokken gemessen. Die letzte Messung ergab für alle 39 ausgewiesenen Badestellen eine ausgezeichnete Wasserqualität.
Allerdings kann sich die Wasserqualität kurzfristig ändern, etwa nach Starkregen oder bei hohen Temperaturen. Dann können Blaualgen auftreten oder Sichttiefen eingeschränkt sein. Am Dämeritzsee und an der Badestelle Schmöckwitz/Dahme wurden Sichttiefen von unter einem Meter gemessen, während andere Stellen über drei Meter Sichttiefe aufweisen.
Vorsicht bei Hitze und Starkregen
Bei steigenden Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung nimmt das Algenwachstum zu, was die Sichttiefe reduziert und Rettungsmaßnahmen erschweren kann. Die Badesaison in Berlin dauert traditionell von Mitte Mai bis Mitte September. In dieser Zeit werden die Gewässer regelmäßig kontrolliert, um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten.



