Am Wochenende präsentiert sich das Wetter in Deutschland von seiner gespaltenen Seite: Während der Süden sommerliche Temperaturen und Sonnenschein genießt, müssen sich die Menschen im Norden auf Schauer und kräftigen Wind einstellen. Ein Tief über Skandinavien treibt maritime und unbeständige Luft in den Norden, während ein Warmluftföhn aus Südwest den Süden erwärmt.
Wettergrenze verläuft zwischen Köln und Dresden
Die frische Brise teilt die Bundesrepublik fast mittig auf einer gedachten Linie zwischen Köln und Dresden. Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt gegenüber BILD: „Von Westen schiebt sich ein Keil des Azorenhochs nach Mitteleuropa vor. Diese Konstellation bleibt über das gesamte Wochenende bis zum Sonntag stabil.“
Klimatologe Dr. Karsten Brandt ergänzt gegenüber BILD die Details für Samstag: „Über Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie die Küstenregionen ziehen am Samstag ein paar dichtere Wolkenfelder durch.“ Die Temperaturen liegen dort zwischen 20 und maximal 25 Grad, begleitet von einem erhöhten Schauerrisiko.
Süden zeigt sich von seiner besten Seite
In Nordrhein-Westfalen sind dagegen 25 bis 28 Grad möglich, in München werden 25 Grad erwartet. Am Sonntag wird es im Norden noch wechselhafter und windiger, während sich im Süden kaum etwas ändert – wer dort das Wochenende verbringt, kann sich auf moderate Sommertage freuen.
Regenmangel verschärft Trockenheit
Die Kehrseite der Medaille: Der Regen bleibt vielerorts aus. „In Regionen wie Belgien und Frankreich herrscht extreme Trockenheit. Da von dort kaum nennenswerte Niederschläge nachgeliefert werden, verschärft sich die Situation weiter und die Pegelstände des Rheins sinken weiter“, warnt Dr. Brandt. Auch die für den Osten Deutschlands angekündigten Schauer sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein.



