Baustellen und Ferienverkehr: Staus auf Bayerns Autobahnen
Baustellen und Ferienverkehr: Staus auf Bayerns Autobahnen

München (dpa/lby) – Auf Bayerns Autobahnen haben Baustellen und der Rückreiseverkehr am Sonntag für erhebliche Behinderungen gesorgt. „Es ist recht voll gewesen“, bilanzierte eine Sprecherin des Automobilclubs ADAC. Der Grund: Viele Tagesausflügler aus anderen Bundesländern und Kurzurlauber waren am Wochenende unterwegs und traten am späten Vormittag sowie am Nachmittag die Rückreise an. Da zugleich an zahlreichen Baustellen die Fahrbahnen verengt waren, staute sich der Verkehr vielerorts.

Die Lage auf den Fernstraßen: A7 und A8 besonders betroffen

Besonders angespannt war die Situation auf der Autobahn 7, die von Norddeutschland bis an die österreichische Grenze führt. Zwischen Würzburg, Ulm und Füssen mussten Autofahrer in beiden Fahrtrichtungen mit längeren Wartezeiten rechnen. Auch auf der Autobahn 8, der wichtigsten Verbindung von München nach Salzburg, kamen Pendler und Urlauber nur stockend voran. Vor allem Baustellen mit verengten Fahrbahnen sorgten hier für Verzögerungen, wie die ADAC-Sprecherin erläuterte.

Wer sich über die bayerischen Staus ärgerte, konnte sich mit dem Blick auf die bundesweite Lage trösten: Der ADAC registrierte am Sonntag mehr als 30 große Staus mit einer Mindestlänge von jeweils über zehn Kilometern. Das Schwerpunktgebiet lag dabei in Süddeutschland, aber auch im Westen und Norden der Republik waren die Autobahnen vielerorts überlastet.

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Rückreiseverkehr seit Freitag: Ferienstarts sorgen für volle Straßen

Die Verkehrsbelastung hatte sich bereits seit Freitag aufgebaut. Zahlreiche Familien waren in den Urlaub gestartet und nutzten das letzte Sommerferienwochenende für eine Auszeit. Neben den vielen Urlaubern trugen auch der normale Pendlerverkehr und der Schwerverkehr zu der angespannten Lage bei. Die bundesweit letzten Ferienstarts dieses Sommers fielen auf Bayern und Baden-Württemberg – was sich unmittelbar auf die Auslastung der Autobahnen auswirkte.

Am Sonntagmittag erreichte die Rückreisewelle ihren Höhepunkt. Auf den Hauptstrecken bildeten sich zeitweise lange Kolonnen, die sich nur im Schritttempo vorwärts bewegten. Ab dem Nachmittag entspannte sich die Lage allerdings deutlich. „Ab Sonntagnachmittag hat sich die Situation dann entschärft“, so die Sprecherin des ADAC.

Fernpass-Sperrung: Demonstration gegen Verkehrsflut

Neben den Baustellen sorgte auch ein ungewöhnliches Ereignis für Aufsehen: Am Samstag war die wichtige Nord-Süd-Verbindung durch die Alpen, der Fernpass, an zwei Stellen vorübergehend gesperrt worden. Anwohnerinnen und Anwohner der Region hatten gegen die anhaltende Verkehrsflut demonstriert. Die Aktion richtete sich gegen die Lärmbelästigung und die Abgasbelastung, die der Transitverkehr seit Jahren mit sich bringt. Die Sperrungen wurden jedoch rechtzeitig wieder aufgehoben, sodass sich die Lage am Sonntag am Fernpass weitgehend normalisierte.

Am späten Sonntagabend meldete der ADAC eine überwiegend entspannte Verkehrslage auf den bayerischen Autobahnen. Für die neue Woche rechnen die Verkehrsexperten mit deutlich weniger Staus, da die Hauptreisezeit der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg ihrem Ende entgegengeht.

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