Die Bonner Nordbrücke, die Anfang Juni aufgrund von Straßenschäden gesperrt wurde, wird nicht mehr für den Verkehr freigegeben. Statt einer Sanierung ist ein Ersatzneubau erforderlich, der voraussichtlich Ende 2028 abgeschlossen sein soll. Dies gab Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) in Bonn bekannt.
Schäden zu schwerwiegend für eine Reparatur
Die Brücke über den Rhein, die täglich von zahlreichen Pkw und Lkw genutzt wurde, weist derart massive Schäden auf, dass eine Instandsetzung nicht mehr in Frage kommt. Die Sperrung bleibt daher bestehen, bis ein Neubau realisiert ist. Minister Schnieder erklärte, dass die Bauarbeiten „gegen Ende des Jahres 2028“ abgeschlossen sein könnten.
Verkehrschaos und alternative Maßnahmen
Die Sperrung hat bereits zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen in der Region geführt. Um das Verkehrschaos zu mildern, wurden temporäre Maßnahmen ergriffen, darunter zeitweise kostenloser Nahverkehr in Bonn. Pendler müssen weiterhin mit langen Umleitungen und Staus rechnen.
Die Nordbrücke ist eine wichtige Verkehrsader für die Stadt und das Umland. Der Neubau soll die Kapazität und Sicherheit der Verbindung langfristig gewährleisten. Die Planungs- und Bauphase wird voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen.



