Stundenlange Staus, teure Maut, gestresste Urlauber: Wer in den Sommerferien über den Brenner nach Italien fährt, braucht in diesem Jahr besonders starke Nerven. Bis zu 15 Reisetage im Juli und August gelten als Problem-Tage, an Spitzentagen drohen kilometerlange Blechkolonnen.
Sanierung der Luegbrücke als Nadelöhr
Die Sanierung der Luegbrücke in Österreich sorgt für massive Einschränkungen. Die Brücke wird zur Engstelle, die den Verkehrsfluss erheblich behindert. An Spitzentagen müssen Reisende mit Wartezeiten von mehreren Stunden rechnen. Besonders betroffen sind die Wochenenden, an denen viele Urlauber die Anreise antreten.
Forderungen aus Politik und Verwaltung
Österreichs Innenminister hat sich zu Wort gemeldet und fordert dringende Maßnahmen. „Die Situation ist untragbar. Wir brauchen eine bessere Koordination zwischen den Ländern und eine schnellere Umsetzung von Ausweichrouten“, so der Minister. Auch ein deutscher Verkehrspolitiker schließt sich der Kritik an und verlangt eine europäische Lösung für das Brenner-Problem. „Es kann nicht sein, dass Urlauber jedes Jahr aufs Neue im Stau stehen. Wir müssen die Infrastruktur nachhaltig verbessern“, sagte er.
Urlaubstipps für die Anreise
Um die schlimmsten Staus zu vermeiden, empfehlen Experten, die Reise auf Wochentage zu legen und die frühen Morgenstunden zu nutzen. Auch die Nutzung von Alternativrouten wie der Tauernautobahn oder der Fernpassroute kann helfen, die Wartezeiten zu verkürzen. Wer flexibel ist, sollte zudem die Monate Juni oder September für die Reise wählen, in denen der Verkehr deutlich geringer ist.



