Die Busfahrpreise in der Region Ingolstadt steigen zum Dezember 2025. Der Verkehrsverbund Ingolstadt (INVG) hat eine Tariferhöhung von durchschnittlich 4,2 Prozent beschlossen. Betroffen sind alle Buslinien im Verbundgebiet, das die Stadt Ingolstadt sowie die Landkreise Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen umfasst.
Gründe für die Preiserhöhung
Als Grund nennt der INVG gestiegene Kosten für Personal, Energie und Instandhaltung. Auch die allgemeine Inflation spiele eine Rolle. Der Geschäftsführer des Verkehrsverbunds, Thomas Schäfer, erklärte: „Die Anpassung ist notwendig, um das Angebot aufrechtzuerhalten und die Qualität zu sichern.“
Die letzte Tariferhöhung gab es im Dezember 2023. Damals stiegen die Preise um durchschnittlich 3,8 Prozent. Nun folgt die nächste Anpassung, die für Fahrgäste spürbar wird.
Neue Preise im Überblick
Ein Einzelfahrschein in der Preisstufe 1 kostet künftig 2,90 Euro statt bisher 2,80 Euro. Das entspricht einer Erhöhung von 3,6 Prozent. Die Monatskarte im Abo wird um 4,5 Prozent teurer und kostet dann 64,50 Euro statt 61,70 Euro. Auch Tageskarten und Wochenkarten werden angehoben.
Die Preisstufe 2, die für Fahrten in die Nachbargemeinden gilt, steigt ebenfalls. Einzelfahrscheine kosten dort dann 4,30 Euro statt 4,10 Euro. Auch hier liegt die Erhöhung bei rund 4,9 Prozent.
Auswirkungen auf Fahrgäste
Die Erhöhung betrifft alle Fahrgäste, die Busse im Verbundgebiet nutzen. Pendler, die auf den ÖPNV angewiesen sind, müssen monatlich mehr einplanen. Ein Abo-Kunde zahlt im Jahr rund 33 Euro mehr.
Der INVG weist darauf hin, dass es weiterhin Ermäßigungen für Schüler, Studenten und Senioren gibt. Auch das Deutschlandticket bleibt unabhängig von dieser Erhöhung gültig. Es kostet weiterhin 49 Euro pro Monat.
Reaktionen aus der Politik
Die Erhöhung stößt nicht überall auf Zustimmung. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert die Anhebung. „Gerade in ländlichen Regionen ist der Bus oft die einzige Mobilitätsoption. Preiserhöhungen treffen die Menschen dort besonders hart“, sagte ein Sprecher.
Die Landratsämter der betroffenen Kreise haben der Erhöhung jedoch zugestimmt. Sie argumentieren, dass die Einnahmen dringend benötigt werden, um den Betrieb zu finanzieren. Ohne die Anpassung wären Einschränkungen im Fahrplan möglich gewesen.
Weitere geplante Maßnahmen
Der Verkehrsverbund kündigt an, die Einnahmen aus der Preiserhöhung in die Verbesserung des Angebots zu stecken. Geplant sind unter anderem neue Busse mit besserer Ausstattung und eine engere Taktung auf stark frequentierten Linien.
Bis Dezember 2025 müssen die Fahrgäste noch mit den alten Preisen rechnen. Die neuen Tarife gelten ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025.



