Drohne und verdächtiger Gegenstand: Flughafen Leipzig/Halle legt Betrieb kurzzeitig lahm
Flughafen Leipzig/Halle: Drohne und verdächtiger Gegenstand

Kurz nach Mitternacht hat eine Drohnensichtung auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle einen Sicherheitsalarm ausgelöst. Nur wenig später entdeckten Sicherheitskräfte einen verdächtigen Gegenstand an einer der beiden Landebahnen. Der Vorfall führte zu einer vorübergehenden Einstellung des Flugbetriebs.

Sicherheitsalarm in der Nacht: Drohne und verdächtiger Gegenstand

Wie die Flughafen-Gesellschaft mitteilte, wurde die Drohne gegen 00:15 Uhr über dem Betriebsgelände gesichtet. Die zuständigen Behörden leiteten sofort Maßnahmen zur Überprüfung ein. Kurz darauf meldeten Sicherheitskräfte einen verdächtigen Gegenstand an der Landebahn Nord. Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab.

Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich bei dem Gegenstand um einen herrenlosen Rucksack. Spezialkräfte untersuchten ihn mit Röntgentechnik. Es bestand jedoch keine Gefahr, wie ein Sprecher der Bundespolizei bestätigte. Der Flugbetrieb wurde nach etwa zwei Stunden wieder aufgenommen.

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Flugbetrieb vorübergehend eingestellt: Passagiere mussten Geduld haben

Während der Sperrung wurden mehrere an- und abfliegende Maschinen umgeleitet oder verspätet. Ein Sprecher des Flughafens sprach von insgesamt fünf betroffenen Flügen. Die Passagiere wurden über Lautsprecher informiert und mit Getränken versorgt. „Die Sicherheit hat oberste Priorität“, sagte der Sprecher. „Wir danken den Reisenden für ihr Verständnis.“

Die genaue Ursache für die Drohnensichtung ist noch unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Ob ein Zusammenhang mit dem verdächtigen Gegenstand besteht, wird geprüft. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich zu melden.

Auswirkungen auf den Flugverkehr: Umleitungen und Verspätungen

Der Vorfall sorgte für erhebliche Beeinträchtigungen im Nachtflugverkehr. Eine Maschine aus Frankfurt wurde nach Dresden umgeleitet, ein Frachtflugzeug aus Hongkong musste in Leipzig warten. Die Flughafenfeuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

Der Flughafen Leipzig/Halle ist einer der wichtigsten Frachtflughäfen Europas. Im Jahr 2025 wurden hier rund 1,5 Millionen Tonnen Luftfracht umgeschlagen. Die nächtlichen Sicherheitskontrollen wurden nach dem Vorfall verstärkt.

Reaktionen und laufende Ermittlungen

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen übernommen. Nach Angaben eines Sprechers könnte die Drohne mutwillig eingesetzt worden sein. „Wir prüfen alle Möglichkeiten“, so der Sprecher. Der verdächtige Rucksack wurde zur genaueren Untersuchung beschlagnahmt.

Der Flughafenbetreiber kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen. „Wir werden die Vorfälle analysieren und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen“, hieß es in einer Stellungnahme. Der Flugbetrieb läuft seit dem frühen Morgen wieder normal.

Hintergrund: Drohnen und Flugsicherheit

Drohnensichtungen an Flughäfen sind keine Seltenheit. Immer wieder kommt es zu Behinderungen, da Drohnen eine Gefahr für den Luftverkehr darstellen können. In Deutschland gilt ein grundsätzliches Flugverbot für Drohnen in der Nähe von Flughäfen. Verstöße können mit hohen Geldstrafen geahndet werden.

Der Vorfall in Leipzig zeigt, wie schnell ein Sicherheitsalarm ausgelöst werden kann. Die Behörden reagierten professionell und konnten Schlimmeres verhindern. Die Ermittlungen dauern an.

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