Absturz in Wohnsiedlung
Bei dem Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Einfamilienhaus in Ganderkesee bei Bremen ist auch der Geschäftsführer des Brandenburger Landeswasserverbandstages, Turgut Pencereci, ums Leben gekommen. Das bestätigte der Dachverband der Wasserversorger auf Anfrage. Der 65-jährige Pencereci war gemeinsam mit einem 77-jährigen Mann an Bord der Maschine, die am Samstag in der Wohnsiedlung verunglückte.
Stundenlang hatten Einsatzkräfte nach dem vermissten zweiten Insassen gesucht. Die Maschine war kurz vor dem Absturz in Bremen gestartet und verlor dann in Ganderkesee an Höhe. Die Unfallursache ist weiterhin unklar. Die Maschine stürzte direkt in ein Wohnhaus, glücklicherweise wurden keine Bewohner verletzt. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab, während die Bergungsarbeiten liefen.
Ursachenermittlung läuft
Nun sollen die elektronischen Daten der Maschine untersucht werden. Fachleute hätten in den vergangenen Tagen die Unfallstelle genau untersucht und zahlreiche Instrumente unter anderem aus dem Cockpit gesichert, sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig. Die Ermittler konzentrieren sich auf die Auswertung der Flugdaten und mögliche technische Mängel.
Nach Angaben der Bundesstelle werde es voraussichtlich rund acht Wochen dauern, bis ein erster Zwischenbericht vorliegt. In etwa einem Jahr soll dann der Abschlussbericht veröffentlicht werden. Die Angehörigen der Opfer wurden informiert und stehen unter psychologischer Betreuung. Der Vorfall hat in der Region Bestürzung ausgelöst, insbesondere da Pencereci in Fachkreisen sehr geschätzt wurde.
Der Brandenburger Landeswasserverbandstag vertritt die Interessen der Wasserversorger im Land. Pencereci hatte die Geschäftsführung seit vielen Jahren inne und galt als Experte für Wasserwirtschaft. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der Branche. Die Ermittlungen zur genauen Absturzursache dauern an.



