Berlin und Brandenburg erleben nach der Rekordhitze eine Abkühlung, die jedoch von Unwettern begleitet wird. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Starkregen, Hagel und Sturmböen. Am Samstag wurde in Berlin-Tempelhof mit 39,9 Grad Celsius ein neuer Hitzerekord aufgestellt, wie der DWD anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Diese extreme Hitze war für viele Menschen in der Stadt eine Belastungsprobe.
Wetterumschwung bringt Gewitter und Abkühlung
Die lang ersehnte Abkühlung kommt nun, aber mit Risiken: Ab dem Nachmittag ziehen von Südwesten her Gewitter auf, die lokal heftigen Starkregen, Hagel und Sturmböen mit sich bringen. Die Temperaturen sinken von den Höchstwerten der vergangenen Tage auf etwa 25 bis 30 Grad. In der Nacht zum Dienstag lassen die Gewitter nach, und die Temperaturen gehen auf 15 bis 18 Grad zurück.
Hitzerekord in Berlin: 39,9 Grad in Tempelhof
Der bisherige Rekord für Berlin lag bei 38,9 Grad, gemessen im Juli 2007. Der neue Höchstwert von 39,9 Grad wurde am Samstag um 15:10 Uhr in Tempelhof registriert. „So heiß war es in Berlin seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie“, sagte ein Sprecher des DWD. Die Hitze führte zu zahlreichen Einsätzen von Rettungsdiensten und einer erhöhten Belastung für die Bevölkerung, insbesondere für ältere Menschen und Kranke.
Unwetterwarnung für Berlin und Brandenburg
Der DWD hat eine amtliche Unwetterwarnung für Berlin und Brandenburg herausgegeben. Es wird vor Starkregen mit Mengen bis zu 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel mit Korngrößen bis zu zwei Zentimetern und Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 80 Kilometern pro Stunde gewarnt. „Die Unwetter können örtlich sehr unterschiedlich ausfallen, aber es besteht Gefahr für Leib und Leben“, warnte der DWD. Die Bevölkerung wird gebeten, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und sich über die aktuelle Wetterlage zu informieren.
Auswirkungen der Hitze und des Wetterumschwungs
Die Rekordhitze hatte zu einer erhöhten Belastung der Infrastruktur geführt, darunter überlastete Stromnetze und Schäden an Straßen. Die Abkühlung bringt zwar Erleichterung, aber die Unwetter könnten neue Schäden verursachen, wie umgestürzte Bäume und überflutete Keller. Die Berliner Feuerwehr steht in erhöhter Alarmbereitschaft. „Wir haben bereits am Wochenende zahlreiche Einsätze wegen der Hitze gehabt, jetzt bereiten wir uns auf mögliche Unwetterschäden vor“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.



