Neuer Blitzermarathon: Polizei nimmt Raser verstärkt ins Visier
Neuer Blitzermarathon: Polizei nimmt Raser ins Visier

Die Polizei hat einen neuen Blitzermarathon angekündigt. Für 24 Stunden werden die Beamten landesweit verstärkt die Geschwindigkeit kontrollieren. Das teilte das Innenministerium mit. Ziel der Aktion ist es, Raser aus dem Verkehr zu ziehen und die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Autofahrer müssen sich auf zahlreiche Radarfallen einstellen.

Was ist der Blitzermarathon?

Der Blitzermarathon ist eine 24-stündige Geschwindigkeitskontroll-Aktion, die mehrmals im Jahr stattfindet. Bei diesem Zeitraum werden an besonders unfallträchtigen Stellen sowie an Streckenabschnitten mit hohem Geschwindigkeitsniveau mobile und stationäre Messgeräte aufgebaut. Neben der Polizei beteiligen sich auch Kommunen an der Aktion. Die Beamten arbeiten dabei mit Lasermessgeräten, Radarpistolen und zivilen Streifenwagen.

Der genaue Termin des neuen Blitzermarathons steht noch nicht fest. Die Polizei will die Aktion jedoch in den kommenden Wochen durchführen. Im Vorfeld werden die Messstellen üblicherweise veröffentlicht, damit Autofahrer nicht überrascht werden. Allerdings betont die Polizei, dass es bei der Aktion nicht um Abzocke, sondern um Verkehrssicherheit gehe.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hohe Bußgelder und Punkte drohen

Wer zu schnell fährt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Bereits ab einer Überschreitung von 21 Kilometern pro Stunde innerorts drohen ein Bußgeld von 80 Euro und ein Punkt in Flensburg. Deutlich teurer wird es bei höheren Geschwindigkeitsüberschreitungen. Bei welchen Verstößen der Führerschein entzogen wird, regelt der Bußgeldkatalog. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten – nicht nur während des Blitzermarathons.

Wo wird gemessen?

Die konkreten Messstellen werden vorab auf der Website der Polizei veröffentlicht. Das sorgt für Transparenz, birgt aber auch Kritik. Dennoch bleibt ein gewisser Überraschungseffekt, da die Beamten auch spontan und außerhalb der bekannten Stellen messen können. Diese mobile Kontrollstrategie ist ein zentraler Baustein der Verkehrssicherheitsarbeit.

Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Kontrollen auf Strecken, an denen in der Vergangenheit viele Unfälle mit Personenschäden passiert sind. Dazu gehören Landstraßen, Ortsdurchfahrten und Bereiche vor Schulen und Kindergärten. Auch auf Autobahnen wird die Polizei mit Radarfahrzeugen unterwegs sein.

Unterstützung und Kritik

Der Blitzermarathon wird von manchen Autofahrern kritisiert. Sie sehen darin eine reine Einnahmequelle für die Staatskassen. Verkehrssicherheits-Experten widersprechen: Studien zeigten, dass Geschwindigkeitskontrollen nachweislich die Zahl der Unfälle reduzieren. Auch der ADAC äußert sich grundsätzlich positiv, fordert jedoch eine transparente Kommunikation der Messstellen.

Die Polizei verweist auf die Unfallstatistik. Zu schnelles Fahren sei eine der häufigsten Unfallursachen mit schweren Folgen. Bei einem Aufprall mit 65 Kilometern pro Stunde steige das Risiko, tödlich verletzt zu werden, deutlich an. Daher richten sich die Kontrollen sowohl an stark frequentierten Pendlerstrecken als auch an Landstraßen und in Wohngebieten.

Tipps für Autofahrer

Um Strafen zu vermeiden, empfiehlt die Polizei, die Geschwindigkeitsbegrenzungen strikt einzuhalten. Auch bei grüner Welle sollte das Tempo nicht zu hoch gewählt werden. Wer mit dem Tempomat fährt und das Tempo an die jeweilige Beschilderung anpasst, ist auf der sicheren Seite. Wichtig ist außerdem, den Verkehr und das Umfeld zu beobachten, denn nicht alle Messstellen sind ausgeschildert.

Der Blitzermarathon endet nach 24 Stunden. Die Polizei kündigte an, die Ergebnisse im Anschluss zu veröffentlichen. Im letzten Jahr wurden bei ähnlichen Aktionen mehrere Tausend Verstöße registriert. Die Beamten appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, die Regeln einzuhalten – im eigenen Interesse und zum Schutz aller.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration