Opel Astra (K) Gebrauchtwagen-Check: Solide, aber mit Schwachstellen
Opel Astra K Gebrauchtwagen: Solide, aber mit Mängeln

Der Opel Astra (K) erweist sich im Tüv-Check als solider Alltagsbegleiter, doch Kaufinteressenten sollten bekannte Schwachstellen wie Lenkungsprobleme, Beleuchtungsmängel und Ölverlust genau prüfen. Die fünfte Generation des Kompakten, die von Ende 2015 bis 2022 gebaut wurde, ist mit rund 4.000 Angeboten auf mobile.de ab etwa 3.500 Euro erhältlich.

Solide Tüv-Bilanz mit Ausnahmen

Bei den Hauptuntersuchungen (HU) schlägt sich der Astra K insgesamt wacker. Das Fahrwerk meistert die Prüfung fast ohne Beanstandungen. Allerdings zeigen sich ab der dritten HU Auffälligkeiten an der Lenkung. Auch die Beleuchtungsanlage, insbesondere die vorderen Scheinwerfer, fällt negativ auf. Der Verschleiß der Bremsscheiben liegt leicht über dem Durchschnitt, bei jüngeren Modellen sogar deutlich. Ölverlust, ein bekanntes Opel-Thema, wird ab der zweiten HU ebenfalls häufig moniert.

Leichter und geräumiger als der Vorgänger

Die fünfte Generation ist bis zu 200 Kilogramm leichter als ihr Vorgänger Astra J und mit 4,37 Metern rund fünf Zentimeter kürzer. Trotz der kompakteren Abmessungen bietet der Astra K mehr Platz im Innenraum. Das Kofferraumvolumen beträgt 370 Liter, bei umgeklappten Rücksitzlehnen wächst es auf 1.210 Liter. Wer viel Ladevolumen benötigt, sollte die Kombiversion Sport Tourer wählen, die mit 4,70 Metern Länge und 540 bis 1.630 Litern Stauraum aufwartet. Das Interieur macht einen aufgeräumten Eindruck, die Bedienung des Infotainments ist unkompliziert.

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Facelift 2019 bringt neue Motoren

2019 erhielt der Astra ein Facelift mit dezenten Retuschen am Kühlergrill und einem neuen Infotainmentsystem mit größerem Bildschirm. Die Motorenpalette wurde ebenfalls überarbeitet. Vor dem Facelift gab es eine breite Auswahl: Benziner von einem 1,0-Liter-Dreizylinder mit 77 kW/105 PS bis zum 1,6-Liter-Vierzylinder mit 147 kW/200 PS. Der 1,4-Liter-Turbo war in den Leistungsstufen 66 kW/90 PS, 92 kW/125 PS und 110 kW/150 PS erhältlich, als Sauger leistete er 74 kW/100 PS. Die Normverbrauchswerte der Benziner lagen zwischen 4,3 und 6,6 Litern.

Vielfahrer griffen häufig zum 1,6-Liter-Diesel mit 70 kW/95 PS, 81 kW/110 PS, 100 kW/136 PS oder 118 kW/160 PS (ab 2018: 150 PS). Die Verbrauchswerte bewegten sich zwischen 3,6 und 5,2 Litern. Nach dem Facelift setzte Opel bei den Benzinern auf Dreizylinder-Turbos: Der 1,2-Liter leistete 110 PS, 96 kW/130 PS oder 107 kW/145 PS. Eine Automatik gab es nur mit dem 1,4-Liter (145 PS) und CVT-Getriebe. Der Diesel wurde durch einen 1,5-Liter mit 105 PS und 90 kW/122 PS ersetzt, wobei die stärkere Variante serienmäßig eine Neungang-Automatik hatte.

Ausstattung: Komfort und Sicherheit

Für mehr Komfort sollten Käufer die Basisversionen Selection und Astra meiden und zu den höheren Ausstattungsniveaus Ultimate oder Elegance greifen. Diese bieten unter anderem Zweizonen-Klimaautomatik, bessere Sitze sowie Rückfahr- und Frontkamera. Viele Fahrerassistenzsysteme waren serienmäßig oder optional erhältlich. Opel bot zudem Vorteilspakete mit LED-Matrix-Licht, LED-Rückleuchten, Navi und DAB-Radio an. Besonders empfehlenswert für Vielfahrer sind die ergonomischen AGR-Sitze.

Fazit: Gebrauchtwagen-Kauf mit Bedacht

Der Opel Astra (K) ist eine durchaus attraktive Option auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Käufer sollten jedoch die bekannten Schwachstellen wie Lenkung, Beleuchtung und Ölverlust genau prüfen und auf eine frische HU-Plakette achten. Mit einem breiten Motorenangebot und guten Platzverhältnissen bietet er ein faires Gesamtpaket.

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