Ein Aufzug bleibt statistisch gesehen bei einer von 300.000 Fahrten stecken. Dies geht aus einer Auswertung von 1,25 Milliarden Fahrten mit rund 20.000 Anlagen in Deutschland hervor, die der Aufzug- und Fahrtreppenspezialist Hundt Consult erstellt hat.
Höhere Gebäude seltener betroffen
Je nach Gebäudehöhe ist die Wahrscheinlichkeit eines Steckenbleibens unterschiedlich. In Häusern mit zwei bis vier Geschossen liegt die Quote laut der Auswertung bei 0,48 Fällen je 100.000 Fahrten. Bei zehn bis zwölf Geschossen sinkt sie deutlich auf 0,21. „Ein Grund ist, dass es sich bei niedrigen Fahrhöhen oft um Hydraulikaufzüge handelt, die etwas anfälliger sind als Seilaufzüge“, sagt Hundt-Geschäftsführer Alexander Wüllner.
Baujahr beeinflusst Ausfallrate
Auch das Baujahr spielt eine Rolle: Am häufigsten sind demnach Anlagen aus den Jahren 1975 bis 1989 betroffen. Ältere oder neuere Aufzüge weisen niedrigere Ausfallraten auf.
Verhalten im Notfall
Wenn man tatsächlich im Aufzug steckenbleibt, sollte man vor allem Ruhe bewahren und per Knopfdruck Hilfe bei der Rufzentrale anfordern. Die Atemluft könne im Aufzug nicht knapp werden, betont die Prüfgesellschaft Dekra. Sie warnt vor dem Versuch, sich selbst zu befreien: Die Türen aufzudrücken und zu versuchen, auf halber Höhe aus der Kabine zu klettern, bedeute Lebensgefahr.



