Die Kreisstraße MN 23 zwischen Könghausen und Obergessertshausen wird nach mehreren schweren Unfällen grundlegend saniert. Das Landratsamt Unterallgäu hat die Bauarbeiten für das Frühjahr 2025 angekündigt. Die Maßnahme umfasst eine Fahrbahnverbreiterung, den Bau von Radwegen und die Errichtung einer Ampelanlage an einem gefährlichen Knotenpunkt.
Hintergrund: Schwere Unfälle in der Vergangenheit
In den vergangenen Jahren kam es auf diesem Streckenabschnitt wiederholt zu schweren Verkehrsunfällen. Erst im August 2023 prallten zwei Pkw frontal zusammen, wobei drei Personen schwer verletzt wurden. Die Polizei Mindelheim hatte daraufhin verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, doch die Unfallursache lag oft in riskanten Überholmanövern. Laut Landratsamt wurden in den letzten fünf Jahren insgesamt 17 Unfälle mit Personenschaden registriert, davon drei mit Schwerverletzten.
Anwohner und Pendler fordern seit langem eine Verbesserung der Infrastruktur. Die Straße ist stark frequentiert, da sie die Orte Könghausen und Obergessertshausen mit der Bundesstraße 16 verbindet. Der tägliche Verkehr liegt bei etwa 4.500 Fahrzeugen, darunter viele Pendler und Landwirtschaftsfahrzeuge.
Geplante Maßnahmen im Detail
Die Sanierung umfasst mehrere Komponenten: Die Fahrbahn wird auf sechs Meter verbreitert, um Begegnungsverkehr sicherer zu machen. Zudem entstehen beidseitig Radwege, die die Sicherheit für Radfahrer erhöhen. An der Einmündung zur Staatsstraße 2011 wird eine Ampelanlage installiert, die den Verkehrsfluss regulieren und Abbiegeunfälle verhindern soll. Die Baukosten werden auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt, die vom Freistaat Bayern und dem Landkreis getragen werden.
Laut Landrat Alex Eder (CSU) ist die Maßnahme dringend erforderlich: „Die Unfallzahlen zeigen, dass wir handeln müssen. Mit dem Ausbau erhöhen wir die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer deutlich.“ Die Bauarbeiten sollen in zwei Abschnitten erfolgen, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten. Während der Bauzeit wird der Verkehr halbseitig an der Baustelle vorbeigeführt.
Zeitplan und Umleitungen
Der erste Bauabschnitt beginnt im März 2025 und soll bis Juni abgeschlossen sein. Der zweite Abschnitt folgt nach einer Sommerpause und endet voraussichtlich im November 2025. Während der Arbeiten werden Umleitungen über die umliegenden Gemeinden eingerichtet. Das Landratsamt bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Geduld.
Die Maßnahme ist Teil eines größeren Programms zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Landkreis Unterallgäu. In den kommenden Jahren sind weitere Sanierungen an unfallträchtigen Stellen geplant.



