Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden in Thüringen ist im Mai 2026 deutlich zurückgegangen. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilte, registrierte die Polizei im Mai insgesamt 4.540 Unfälle, davon 551 mit Verletzten. Dabei kamen 703 Menschen zu Schaden, 154 wurden schwer verletzt und drei verloren ihr Leben. Im Vergleich zum Mai 2025 bedeutet dies einen Rückgang um 76 Verletzte und vier Tote.
Positive Entwicklung im ersten Halbjahr
Der positive Trend setzt sich auch im bisherigen Jahresverlauf fort. Zwischen Januar und Mai 2026 wurden 244 Unfälle weniger und 243 Verletzte weniger gezählt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Verkehrstoten sank von 30 auf 28. Damit setzt sich die Verbesserung der Verkehrssicherheit in Thüringen fort.
Die vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes basieren auf den Meldungen der Polizei. Eine endgültige Auswertung mit weiteren Details wie Unfallursachen und beteiligten Verkehrsmitteln wird in den kommenden Monaten erwartet.
Weniger Schwerverletzte und Tote
Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den schweren Unfällen: Die Zahl der Schwerverletzten ging von 160 im Mai 2025 auf 154 im Mai 2026 zurück. Die Zahl der Getöteten reduzierte sich von sieben auf drei. Experten führen den Rückgang unter anderem auf verbesserte Fahrzeugtechnik, mehr Verkehrskontrollen und Sensibilisierungskampagnen zurück.
Allerdings bleibt die Verkehrssicherheit eine Herausforderung. Auf Thüringer Straßen kommen immer noch durchschnittlich mehr als zwei Menschen pro Monat ums Leben. Besonders betroffen sind Landstraßen, wo sich ein Großteil der schweren Unfälle ereignet.
Regionale Unterschiede
Die Unfallzahlen variieren je nach Region. In städtischen Gebieten wie Erfurt, Jena und Gera gibt es häufiger Unfälle mit geringeren Verletzungsfolgen, während auf den Landstraßen schwere Unfälle dominieren. Die Polizei plant verstärkte Kontrollen auf den Hauptunfallstrecken.
Thüringens Verkehrsminister zeigte sich erfreut über die Entwicklung, mahnte aber weiterhin zu Vorsicht. „Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Wir müssen unsere Anstrengungen fortführen, um die Straßen noch sicherer zu machen“, so der Minister in einer ersten Stellungnahme.



