Ermittler der Hamburger Mordkommission arbeiten unter Hochdruck an der Aufklärung einer tödlichen Messerstecherei am U-Bahnhof Berne. Am späten Samstagabend war ein 24-jähriger Mann so schwer verletzt worden, dass er später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Ein 19-Jähriger überlebte die Attacke nur knapp; sein Zustand konnte durch eine Notoperation stabilisiert werden.
Die Polizei nahm noch in der Nacht einen 22-jährigen Ungarn fest, der sich mit einem Taxi vom Tatort entfernt hatte. Am Montag teilte ein Polizeisprecher jedoch mit, dass der Mann wieder auf freiem Fuß sei. Gegen ihn werde zwar wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt, Haftgründe lägen aber nicht vor. Die Ermittler gehen weiterhin von einer Beteiligung des freigelassenen Ungarn an der Auseinandersetzung aus. Zudem fahndet die Polizei nach einem vierten Beteiligten, der noch flüchtig ist.
Hintergründe der Tat noch unklar
Über den genauen Hergang und das Motiv der Auseinandersetzung machte die Polizei bislang keine Angaben. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge war bei dem Vorfall auch eine Schreckschusswaffe abgefeuert worden. Die Beamten stellten eine solche Waffe sowie mehrere Messer sicher. Die Mordkommission führt die Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.
Zeugenaufruf der Polizei
Die Polizei bittet Zeugen der Tat, sich zu melden. Insbesondere Personen, die die Auseinandersetzung beobachtet haben oder Hinweise auf den flüchtigen vierten Beteiligten geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Die Ermittlungen dauern an.



