Geschützter Grieche: Nicht jeder Käse in Salzlake ist ein echter Feta
Geschützter Grieche: Nicht jeder Käse in Salzlake ist Feta

Feta ist einer der beliebtesten Käse der Deutschen, doch nicht jeder weiße Käse in Salzlake darf sich offiziell Feta nennen. Seit 2002 ist die Bezeichnung „Feta“ in der EU als geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) registriert. Das bedeutet: Nur Käse, der in bestimmten Regionen Griechenlands hergestellt wird und strenge Auflagen erfüllt, darf diesen Namen tragen. Wer Feta kaufen möchte, sollte daher auf Herkunfts- und Qualitätsmerkmale achten, um nicht auf Nachahmerprodukte hereinzufallen.

Was macht echten Feta aus?

Echter Feta wird aus Schafsmilch oder einer Mischung aus Schafsmilch und bis zu 30 Prozent Ziegenmilch hergestellt. Die Tiere müssen in Griechenland weiden, und die Milch muss aus derselben Region stammen. Die Reifung erfolgt in Salzlake über mindestens zwei Monate. Diese Kriterien sind in der EU-Verordnung festgeschrieben und werden von Kontrollstellen überwacht.

Laut der EU-Kommission gibt es aktuell rund 80 zugelassene Erzeuger in Griechenland, die Feta herstellen dürfen. Die geschützte Ursprungsbezeichnung soll nicht nur Verbraucher schützen, sondern auch die regionale Wirtschaft fördern. „Feta ist ein Stück griechischer Identität“, sagt ein Sprecher des griechischen Landwirtschaftsministeriums. „Die g.U. sichert Qualität und Tradition.“

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Nachahmerprodukte im Supermarkt

In deutschen Supermärkten findet man jedoch viele weiße Käse in Salzlake, die ähnlich aussehen, aber nicht aus Griechenland stammen. Diese Produkte dürfen nicht als Feta verkauft werden, sondern tragen Bezeichnungen wie „Schafskäse nach griechischer Art“ oder „Weißkäse in Salzlake“. Oft werden sie aus Kuhmilch hergestellt, was den Geschmack und die Konsistenz verändert.

Die Verbraucherzentrale warnt: „Verbraucher sollten genau hinschauen, denn nicht jeder weiße Käse ist Feta“, sagt eine Expertin der Verbraucherzentrale Bayern. „Nur wer das EU-Siegel für geschützte Ursprungsbezeichnung sieht, kann sicher sein, echten Feta aus Griechenland zu kaufen.“ Das Siegel ist ein rot-gelbes Logo mit dem Schriftzug „geschützte Ursprungsbezeichnung“.

So erkennen Sie echten Feta

  • Herkunft: Achten Sie auf die Angabe „Herkunft Griechenland“ oder das g.U.-Siegel.
  • Zutaten: Echter Feta besteht aus Schafsmilch oder Schafs- und Ziegenmilch, niemals aus Kuhmilch.
  • Konsistenz: Echter Feta ist cremig und bröckelt leicht, während Nachahmer oft fester und gummiartiger sind.
  • Geschmack: Feta hat eine angenehme Salzigkeit und eine leicht säuerliche Note, die an Joghurt erinnert.

Beim Einkauf lohnt sich ein Blick auf das Kleingedruckte, denn viele Hersteller werben mit griechischen Motiven, obwohl der Käse aus anderen Ländern stammt. Auch der Preis kann ein Indikator sein: Echter Feta ist in der Regel teurer als Nachahmerprodukte.

Warum der Schutz wichtig ist

Die geschützte Ursprungsbezeichnung ist nicht nur eine Marketingmaßnahme, sondern hat handfeste wirtschaftliche Auswirkungen. Laut einer Studie der EU-Kommission erzielen Produkte mit g.U.-Status im Durchschnitt einen Preisaufschlag von 15 bis 20 Prozent. Für Griechenland ist Feta ein wichtiger Exportartikel: Rund 100.000 Tonnen werden jährlich exportiert, ein Großteil davon in EU-Länder.

Der Schutz vor Nachahmung ist auch ein Kampf gegen Täuschung. Denn viele Verbraucher gehen davon aus, dass „Feta“ eine allgemeine Bezeichnung für weißen Käse in Salzlake ist. Dabei ist es eine geschützte Marke, vergleichbar mit Champagner oder Parmesan. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte beim Kauf auf das EU-Siegel achten.

Fazit: Qualität hat ihren Preis

Echter Feta ist ein hochwertiges Produkt mit geschützter Herkunft. Wer Wert auf authentischen Geschmack und traditionelle Herstellung legt, sollte bereit sein, etwas mehr zu bezahlen. Die Kennzeichnung hilft, sich im Dschungel der Käseprodukte zurechtzufinden – und wer einmal echten Feta probiert hat, wird den Unterschied zu Nachahmerprodukten schmecken.

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