Altersvorsorge ab 40: Sparpläne, ETFs & Steuertricks für den Ruhestand
Altersvorsorge ab 40: Sparpläne, ETFs & Steuertricks

Wer mit 40 Jahren mit der Altersvorsorge beginnt, hat noch rund 25 Jahre bis zum Renteneintritt. Diese Zeit reicht aus, um mit einem ETF-Sparplan ein ordentliches Vermögen aufzubauen, wie Finanzexperten betonen. Entscheidend ist, frühzeitig zu starten und konsequent zu sparen.

Warum ab 40 der richtige Zeitpunkt ist

Mit 40 Jahren haben die meisten Menschen bereits ein geregeltes Einkommen und oft auch schon einige Rücklagen. Gleichzeitig steigen die Ausgaben für Familie, Haus oder Auto. Dennoch sollte die Altersvorsorge nicht vernachlässigt werden, denn die gesetzliche Rente wird später voraussichtlich nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) liegt die durchschnittliche Rentenlücke bei rund 1.000 Euro pro Monat. Diese Lücke kann durch private Vorsorge geschlossen werden, wenn man früh genug beginnt.

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ETF-Sparpläne: Der einfache Weg zum Vermögensaufbau

ETFs (Exchange Traded Funds) sind eine beliebte und kostengünstige Möglichkeit, am Aktienmarkt zu partizipieren. Mit einem ETF-Sparplan können Anleger schon mit kleinen Beträgen ab 25 Euro monatlich starten. Die Auswahl an ETFs ist groß, doch Experten empfehlen breit gestreute Indizes wie den MSCI World oder den FTSE All-World.

Ein Beispiel: Wer ab 40 Jahren monatlich 200 Euro in einen ETF-Sparplan einzahlt, kann bei einer angenommenen Rendite von 5 Prozent pro Jahr bis zum 65. Lebensjahr ein Vermögen von über 140.000 Euro aufbauen. Diese Rechnung zeigt, dass auch späte Sparer noch ein beachtliches Kapital ansammeln können.

Riester-Rente und betriebliche Altersvorsorge

Neben ETFs gibt es staatlich geförderte Vorsorgeformen wie die Riester-Rente. Diese lohnt sich besonders für Geringverdiener und Familien mit Kindern, da sie Zulagen und Steuervorteile erhalten. Allerdings ist die Rendite oft geringer als bei ETFs, und die Kosten können hoch sein.

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist eine weitere Option. Hier zahlt der Arbeitgeber einen Teil des Gehalts in eine Vorsorge ein, oft mit einem Zuschuss. Vorteil: Die Beiträge sind bis zu bestimmten Grenzen steuerfrei. Allerdings wird die spätere Rente versteuert, und die Auszahlung kann die gesetzliche Rente mindern.

Steuertricks für den Ruhestand

Bei der Altersvorsorge spielen Steuern eine wichtige Rolle. Anleger können von der Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge profitieren, die bei 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer liegt. Zudem gibt es einen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung), der steuerfrei bleibt.

Ein Trick: Wer in der Ansparphase in ETFs investiert, kann die Gewinne steuerfrei lassen, solange er sie nicht verkauft. Erst bei der Entnahme fallen Steuern an. Zudem können Anleger Verluste mit Gewinnen verrechnen und so die Steuerlast senken.

Ein weiterer Tipp: Die Einzahlungen in die Basis-Rente (Rürup-Rente) können als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden. Das senkt die Steuerlast in der Ansparphase, auch wenn die Rente später voll versteuert wird.

Immobilien als Altersvorsorge

Viele Menschen setzen auf Immobilien als Altersvorsorge. Eine selbst genutzte Immobilie bietet Mietfreiheit im Alter, während vermietete Objekte laufende Einnahmen generieren. Allerdings sind die Einstiegskosten hoch, und die Rendite hängt stark von der Lage und der Entwicklung des Marktes ab.

Experten raten, nicht alle Eier in eine Korb zu legen. Eine Kombination aus ETF-Sparplan, staatlicher Förderung und Immobilie kann das Risiko streuen und die Rendite optimieren.

Was tun, wenn der Start verpasst wurde?

Wer bereits über 40 ist und noch keine Vorsorge hat, sollte nicht verzweifeln. Auch mit 50 oder 55 Jahren ist es noch möglich, ein Vermögen aufzubauen, wenn man höhere Beträge spart. Eine Möglichkeit ist, die Sparrate zu erhöhen oder zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Wichtig ist, die Ausgaben zu überprüfen und unnötige Kosten zu vermeiden. Ein Haushaltsbuch kann helfen, Sparpotenziale zu erkennen. Zudem sollten Anleger ihre Anlagestrategie an ihr Alter anpassen: Je näher der Ruhestand rückt, desto sicherer sollte das Geld angelegt sein.

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Fazit: Mit 40 ist die Altersvorsorge kein Problem

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer ab 40 mit der Altersvorsorge beginnt, hat gute Chancen, im Ruhestand finanziell abgesichert zu sein. ETF-Sparpläne, staatliche Förderungen und Steuertricks bieten vielfältige Möglichkeiten. Wichtig ist, aktiv zu werden und nicht zu zögern.

Wie die Finanzexpertin Julia Schmitt von der Verbraucherzentrale betont: „Der beste Zeitpunkt für den Start war gestern, der zweitbeste ist heute.“ Also legen Sie los und sichern Sie sich Ihren Ruhestand.