Die AfD hat in der aktuellen Forsa-Umfrage ihren Vorsprung auf die Union weiter ausgebaut. Mit 27 Prozent (+1) liegt die Partei klar vor CDU/CSU, die auf 21 Prozent (-1) kommen. Die SPD verharrt bei 12 Prozent, während die Linke mit 13 Prozent (+1) an den Sozialdemokraten vorbeizieht. Grüne (16 Prozent) und FDP (4 Prozent) bleiben unverändert. Das geht aus dem „Trendbarometer“ von RTL/ntv hervor, das auf Befragungen des Meinungsforschungsinstituts Forsa basiert.
Koalitionsparteien in der Krise
Die Umfragewerte für die Ampel-Koalition bleiben desaströs. Die SPD stagniert auf niedrigem Niveau, während die Linke als Gewinnerin aus dem aktuellen Stimmungstief hervorgeht. Auch andere Institute bestätigen den Trend: Bei Insa erreicht die AfD 28 Prozent, die Union nur 21 Prozent. YouGov sieht die Union sogar bei lediglich 20 Prozent. Die Forschungsgruppe Wahlen verzeichnete zuletzt 23 Prozent für die Union und 27 Prozent für die AfD.
Details zur Erhebung
Für die repräsentative Umfrage befragte Forsa zwischen dem 21. und 27. Juli 2.502 Menschen. Die Fehlertoleranz liegt bei rund plus/minus 2,5 Prozentpunkten. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet: Nachlassende Parteibindungen und kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren die Gewichtung der Daten. Sie spiegeln nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen.
Auswirkungen auf die politische Landschaft
Die anhaltend schwachen Werte für die Regierungsparteien stärken die politischen Ränder. Neben der AfD profitiert auch die Linke, die nun vor der SPD liegt und nach Grünen (16 Prozent) drittstärkste Kraft wäre. CDU-Chef Friedrich Merz steht unter Druck, die Union aus dem Umfragetief zu führen. Ein neues Team soll die Wende bringen – Experten bezweifeln jedoch den Erfolg.



