Rostock (dpa/mv) – Rund 200 Menschen haben nach Angaben der Polizei an einer Kundgebung der AfD in Rostock teilgenommen. Aufgerufen hatte die Partei zu der Veranstaltung auf dem Neuen Markt unter dem Titel „Linke Gewalt stoppen!“. Unter den Rednern war der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im September, Enrico Schult.
Gegendemonstration mit 300 Teilnehmern
Zu einer Gegendemonstration versammelten sich nach Angaben der Polizei rund 300 Teilnehmer. Die Auseinandersetzung zwischen den Lagern blieb bis zum Nachmittag friedlich. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vor Ort, um mögliche Konflikte zu verhindern.
Hintergrund der Proteste
Die AfD hatte zu der Kundgebung aufgerufen, um gegen „linke Gewalt“ zu protestieren. In den vergangenen Wochen hatte es in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Vorfälle gegeben, bei denen AfD-Politiker oder -Unterstützer angegriffen worden sein sollen. Enrico Schult, der Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 26. September, betonte in seiner Rede die Notwendigkeit, die Sicherheit im Land zu gewährleisten.
Die Gegendemonstranten, die sich aus verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen und Parteien zusammensetzten, forderten ein entschlossenes Eintreten gegen Rechtsextremismus. „Wir lassen nicht zu, dass Hass und Hetze in unserer Stadt normalisiert werden“, sagte eine Sprecherin des Bündnisses.
Polizei zieht Bilanz
Die Polizei Rostock zog eine positive Bilanz: „Trotz der sommerlichen Hitze und der aufgeheizten Stimmung blieb die Lage ruhig. Es gab keine Festnahmen oder Zwischenfälle.“ Die Beamten hatten die Versammlungen engmaschig begleitet.
Die AfD-Kundgebung ist Teil einer Serie von Veranstaltungen im Vorfeld der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Die Partei hofft, bei der Wahl im September erneut in den Landtag einzuziehen.



