Eine neue Studie von Ökonomen zeigt, dass eine Umsetzung des AfD-Programms zu erheblichen Einkommensverlusten und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen würde. Besonders betroffen wären die Hochburgen der Partei, also Regionen, in denen die AfD besonders viele Stimmen erhält. Die Berechnungen wurden von Wissenschaftlern des Instituts für Wirtschaftsforschung durchgeführt und am 23. Juli 2026 veröffentlicht.
Einkommensverluste in Milliardenhöhe
Laut der Studie würde das Bruttoinlandsprodukt um bis zu 5 Prozent sinken, was einem Verlust von rund 200 Milliarden Euro entspräche. Die Arbeitslosigkeit würde um etwa 1,5 Prozentpunkte steigen. Besonders stark betroffen wären Ostdeutschland und ländliche Regionen, wo die AfD traditionell hohe Zustimmungswerte hat. „Die wirtschaftlichen Folgen wären verheerend, insbesondere für diejenigen, die die AfD wählen“, sagte einer der Studienautoren.
Ursachen der negativen Effekte
Die Ökonomen führen die negativen Effekte auf mehrere Kernpunkte des AfD-Programms zurück: eine restriktive Migrationspolitik, der Austritt aus der EU und protektionistische Handelsmaßnahmen. Diese Maßnahmen würden den Export einbrechen lassen und die Wirtschaft schwächen. Zudem würden Investitionen zurückgehen, da Unsicherheit über die politische Zukunft herrsche. „Ein AfD-geführter Staat würde sich international isolieren und die Wirtschaft massiv schädigen“, so der Experte.
Betroffenheit der AfD-Wähler
Besonders paradox: Die Regionen mit den höchsten AfD-Stimmenanteilen würden überdurchschnittlich stark unter den Folgen leiden. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen lägen die Einkommensverluste bei bis zu 8 Prozent, während sie in Ballungszentren wie München oder Hamburg nur 2 Prozent betrügen. „Die Menschen, die die AfD wählen, würden am meisten verlieren“, betont der Ökonom.
Kritik an der Studie
Die AfD selbst wies die Studie als „Panikmache“ zurück. Ein Parteisprecher erklärte, die Berechnungen seien unrealistisch und basierten auf falschen Annahmen. „Unsere Politik stärkt die deutsche Wirtschaft, indem sie nationale Interessen in den Vordergrund stellt“, so der Sprecher. Unabhängige Experten halten die Methodik der Studie jedoch für solide und die Ergebnisse für plausibel.
Politische Reaktionen
Vertreter anderer Parteien nutzten die Studie, um vor einer AfD-Regierung zu warnen. Der SPD-Wirtschaftsexperte sagte: „Diese Zahlen zeigen, wie gefährlich die AfD für den Wohlstand unseres Landes ist.“ Auch die Grünen und die FDP forderten die Wähler auf, die wirtschaftlichen Konsequenzen zu bedenken. Die CDU/CSU blieb zurückhaltend, betonte aber ebenfalls die Risiken.
Langfristige Perspektive
Die Studie modelliert einen Zeitraum von zehn Jahren. Selbst wenn die AfD ihre Politik nach kurzer Zeit korrigieren würde, blieben langfristige Schäden. Die Ökonomen empfehlen daher, die wirtschaftlichen Folgen bei der Wahlentscheidung zu berücksichtigen. „Es geht nicht um kurzfristige Effekte, sondern um die nachhaltige Entwicklung des Landes“, so der Studienleiter.



