Scharfe Kritik nach Gewalt gegen Journalisten bei Erfurter AfD-Protest
Gewalt gegen Journalisten in Erfurt: Scharfe Kritik

Nach einem gewalttätigen Angriff auf Journalisten der Medienplattform „Apollo News“ während eines Protests gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt am vergangenen Samstag haben Politiker und Journalistenverbände die Vorfälle scharf verurteilt. Die Organisatoren der Demonstration, das Linksaußen-Bündnis „Widersetzen“, rechtfertigten die Tat bei einer Pressekonferenz und entschuldigten sich nicht. Noa Sander, ein Teilnehmer des Protests, erklärte: „Faschisten mit einem Presseausweis sind immer noch Faschisten.“

Grünen-Chefin Brantner bedauert „Einzelfall“

Grünen-Chefin Franziska Brantner (46) verurteilte die Übergriffe, bezeichnete sie jedoch als „Einzelfall“. Sie betonte: „Es ist ein Zeichen demokratischer Stärke, dass am Wochenende Zehntausende Menschen friedlich auf die Straße gegangen sind, um für Zusammenhalt in einer liberalen und freien Demokratie gegen Rechtsradikalismus zu demonstrieren. Wir lehnen jede Form von Gewalt auf solchen Demonstrationen ab. Wir bedauern diesen Einzelfall und wünschen gute Genesung. Der Schutz der Pressefreiheit ist ein unverhandelbares Grundrecht.“

CDU-Politiker fordern entschlossenes Vorgehen

Alexander Throm (57, CDU), innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, erklärte gegenüber BILD: „Wer Gewalt gegen Journalisten anwendet, der greift die Demokratie an. Denn Meinungsfreiheit und Pressefreiheit sind zentrale Säulen einer freiheitlichen Gesellschaft. Und das gilt unabhängig von linker oder rechter Gewalt.“ Auch der CDU-Abgeordnete Christoph Ploß (40) griff die Grünen und die Linkspartei frontal an: „Die linke Gewalt gegen Polizisten, Journalisten oder Andersdenkende ist scharf zu verurteilen! Die Grüne Partei und die Linkspartei sind auf dem linken Auge blind. Sie dürfen die ‚Antifa‘ nicht länger verharmlosen. Jeder Extremist ist Mist – egal ob von links oder von rechts!“

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DJV fordert umfassende Aufklärung

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) forderte eine umfassende Aufarbeitung der Vorfälle. DJV-Sprecher Hendrik Zörner sagte: „Gewalttätige Übergriffe auf Journalistinnen und Journalisten gleich welchen Mediums sind immer zu verurteilen. Wir fordern eine umfassende Aufklärung der Vorfälle, die beleuchten muss, wie sich beide Seiten verhalten haben.“

Hintergrund des Angriffs

Videos zeigen, wie mehrere Dutzend Menschen die Reporter minutenlang durch die Erfurter Innenstadt jagten, sie beschimpften, bedrohten, schlugen und sogar gegen den Kopf eines Journalisten traten. Die Organisatoren des Protests gegen den AfD-Parteitag, das Bündnis „Widersetzen“, äußerten kein Bedauern, sondern rechtfertigten die Tat als legitimen Widerstand gegen vermeintliche Faschisten.

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