Kristin Brinker: AfD-Spitzenkandidatin für Berlin-Wahl 2026 im Porträt
Kristin Brinker: AfD-Spitzenkandidatin Berlin 2026

Kristin Brinker: Die AfD-Spitzenkandidatin für die Berlin-Wahl 2026

Kristin Brinker, die Spitzenkandidatin der Berliner AfD für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September 2026, will den „stetigen Niedergang“ der Hauptstadt stoppen. Unter dem Slogan „Berlin.Stark.Machen“ sieht sich die Partei als einzige politische Kraft, die die negative Entwicklung umkehren könne. In Umfragen zeichnet sich ein äußerst knapper Wahlausgang ab: Gleich vier Parteien können sich Hoffnungen auf den ersten Platz machen.

Herkunft, Ausbildung und Familie

Brinker wurde am 6. April 1972 in Bernburg (Saale) geboren. Nach dem Abitur arbeitete sie als Anlageberaterin bei der Berliner Volksbank und absolvierte eine Ausbildung zur genossenschaftlichen Bankkauffrau. Von 1994 bis 1999 studierte sie Architektur an der TU Berlin, 2005 promovierte sie. Seit 2000 ist sie selbstständig im Immobilienmanagement und in der Projektentwicklung tätig. Seit 1996 ist sie mit Günter Brinker verheiratet, dem ehemaligen Landeschef der Berliner AfD.

Politische Karriere und Stationen

Brinker trat 2013 in die AfD ein und gehört dem Berliner Abgeordnetenhaus seit 2016 an. 2021 übernahm sie zunächst den Parteivorsitz und später den Vorsitz der AfD-Fraktion – mit Unterstützung des offiziell aufgelösten rechtsextremen „Flügels“. Im September 2025 wurde sie bei einem Landesparteitag mit 92 Prozent der Delegiertenstimmen zur Spitzenkandidatin gewählt. Bereits 2021 und bei der Wiederholungswahl 2023 führte sie die Partei an.

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Politische Positionen der Berliner AfD

„Berlin verwahrlost. Es kommen unbegrenzt Migranten in die Stadt. Das verschlingt zwei Milliarden Euro pro Jahr“, sagte Brinker bei der Vorstellung der Wahlkampagne im April 2026. „Wir brauchen das Geld an anderer Stelle.“ Die Berliner AfD gilt als weniger radikal als der Landesverband in Sachsen-Anhalt, der bei der Landtagswahl auf die absolute Mehrheit hofft. Im Berliner Wahlprogramm, das im Mai 2026 beschlossen werden soll, werde der Begriff Remigration vorkommen, aber an die Großstadt angepasst, heißt es.

Zentrale Forderungen der AfD Berlin

  • Migration: Stopp der irregulären Migration, konsequente Abschiebung krimineller Zuwanderer und solcher ohne Aufenthaltsrecht.
  • Sicherheit: Mehr Sicherheit für Bürger, Gewalt an Schulen beenden.
  • Bildung: Verpflichtend Deutsch an Schulen, „leistungsorientierter Unterricht“. Lernschwache Schüler mit besonderem Förderbedarf sollen gesondert unterrichtet werden.
  • Wohnen: Mehr Neubau und ein neues Vergabesystem für kommunalen Wohnraum: Bevorzugung von in Berlin Geborenen oder Langjährigen.

Die Berlin-Wahl 2026 verspricht spannend zu werden: Neben Amtsinhaber Kai Wegner (CDU) treten unter anderem Steffen Krach (SPD), Elif Eralp (Linke) und Werner Graf (Grüne) an. Ob Kristin Brinker und die AfD den Sprung an die Spitze schaffen, bleibt abzuwarten.

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