Die Landratswahl im Kreis Ostprignitz-Ruppin geht in eine Stichwahl. Da keiner der vier Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte, müssen die Wähler am 28. Juni erneut an die Urnen. Der amtierende Landrat Ralf Reinhardt (SPD) und der AfD-Landtagsabgeordnete Torsten Arndt werden sich dann in einer Stichwahl gegenüberstehen.
Ergebnisse der ersten Wahlrunde
Nach Auszählung aller Stimmen lag Reinhardt mit 34,7 Prozent vorne, gefolgt von Arndt mit 30,3 Prozent. Der parteilose Kandidat Thomas Kresse erhielt 23,9 Prozent, während Ronald Mundt von der Freien Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin auf 11,1 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung betrug 50,4 Prozent.
Hintergrund zur Stichwahl
Reinhardt, der sich um eine dritte Amtszeit bewirbt, hatte ursprünglich drei Mitbewerber. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein. Bereits bei der letzten Landratswahl vor acht Jahren gab es Schwierigkeiten: Eine Stichwahl war mangels Wahlbeteiligung ungültig, und auch der Kreistag konnte keine Entscheidung treffen. Schließlich musste das Los zwischen Reinhardt und seinem CDU-Konkurrenten Egmont Ramelow entscheiden – zugunsten von Reinhardt.



