Neonazi Liebich muss Haft in Männergefängnis verbüßen
Neonazi Liebich: Haft im Männergefängnis

Die rechtsextreme Aktivistin Marla Svenja Liebich wird ihre Haftstrafe nicht in einer Frauen-, sondern in einer Männerstrafanstalt verbüßen müssen. Dies teilte das sächsische Justizministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Entscheidung sei von der Anstaltsleitung des Frauengefängnisses Chemnitz getroffen worden.

Hintergrund: Geschlechtseintrag geändert

Im Jahr 2025 war bekannt geworden, dass Liebich, die ursprünglich als Mann geboren wurde, ihren Geschlechtseintrag von männlich zu weiblich hatte ändern lassen. Kritiker warfen ihr daraufhin vor, dies sei eine bewusste Provokation gewesen. Die Änderung des Geschlechtseintrags erfolgte nach dem Selbstbestimmungsgesetz, das seit November 2024 in Kraft ist.

Entscheidung der Anstaltsleitung

Die Anstaltsleitung des Frauengefängnisses Chemnitz begründete die Verlegung mit Sicherheitserwägungen und der Notwendigkeit, den Strafvollzug an den tatsächlichen Gegebenheiten auszurichten. Ein Sprecher des sächsischen Justizministeriums bestätigte die Entscheidung, ohne weitere Details zu nennen. Liebich war im vergangenen Jahr wegen mehrerer Straftaten, darunter Volksverhetzung und Körperverletzung, zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

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Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und eine Debatte über den Umgang mit transgeschlechtlichen Straftätern im Strafvollzug ausgelöst. Während Befürworter des Selbstbestimmungsgesetzes die Entscheidung kritisierten, argumentierten Sicherheitsexperten, dass die Unterbringung in einer Männeranstalt dem Schutz der anderen Insassen diene.

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