Ein mutmaßlicher Clan-Krimineller ist am Dienstag am Potsdamer Justizzentrum zu einer Haftstrafe von sieben Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Der Prozess fand unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt: Die Polizei war mit mehreren Mannschaftswagen, Streifenwagen und Spezialeinsatzkräften in der Jägerallee präsent und sperrte das Gelände weiträumig ab. Grund dafür waren die Clan-Verbindungen des Angeklagten, wie das Amtsgericht Zossen mitteilte.
Verlegung des Prozesses aus Sicherheitsgründen
Eigentlich hätte die Verhandlung am Amtsgericht in Zossen (Landkreis Teltow-Fläming) stattfinden sollen. Doch das dortige Gelände ließ sich nicht ausreichend sichern, erklärte Pressesprecher Wolfgang Böhm den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN). Deshalb wurde der Prozess nach Potsdam verlegt, wo das Land- und Amtsgericht untergebracht sind. Der massive Polizeieinsatz basierte auf einer vorherigen Gefahrenanalyse.
Die Vorwürfe: Drogendelikte und Sachbeschädigung
Die Anklage gegen den Mann Mitte 40 umfasste kleinere Drogendelikte und Sachbeschädigungen, die er in einer Berliner Justizvollzugsanstalt begangen haben soll. Trotz der vergleichsweise geringen Straftaten erforderte die Clan-Zugehörigkeit des Angeklagten besondere Sicherheitsmaßnahmen.
Urteil und Hintergründe
Der Richter am Amtsgericht Zossen verhängte eine Haftstrafe von sieben Monaten ohne Bewährung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte wird aus Sicherheitsgründen in wechselnden Berliner Justizvollzugsanstalten untergebracht. Laut Sicherheitskreisen soll er in der Vergangenheit bereits einen Fluchtversuch unternommen haben. Gerichtssprecher Böhm betonte, dass der Prozess am Dienstag reibungslos verlief.



