Sonntagsfrage: CDU verliert weiter – AfD bleibt an der Spitze
Sonntagsfrage: CDU verliert – AfD bleibt Spitze

Die aktuelle Sonntagsfrage zeigt eine fortgesetzte Schwächung der CDU, während die AfD ihre Führungsposition ausbaut. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD laut einer repräsentativen Umfrage auf 24 Prozent, ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche. Die CDU/CSU fällt dagegen um einen Punkt auf 23 Prozent und verliert damit den Anschluss an die Spitzenreiterin.

AfD legt zu – CDU verliert

Die SPD bleibt unverändert bei 16 Prozent, die Grünen verlieren einen Punkt auf 13 Prozent. Die FDP stagniert bei 5 Prozent, die Linke bei 4 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) käme auf 4 Prozent. Sonstige Parteien erreichen zusammen 11 Prozent. Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Insa im Auftrag der „Bild am Sonntag“ durchgeführt. Befragt wurden 2000 Wahlberechtigte vom 1. bis 5. Juli.

Trendwende oder kurzes Hoch?

„Die AfD profitiert von der Unzufriedenheit mit der Ampelkoalition, aber auch von der Schwäche der Union“, sagte Politologe Prof. Dr. Hans Vorländer der Deutschen Presse-Agentur. Die CDU habe es nicht geschafft, klare Positionen zu beziehen. Ob der Aufwärtstrend der AfD anhalte, sei offen. Die nächste reguläre Bundestagswahl findet im Herbst 2025 statt.

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Politikerranking: Weidel knackt Top Ten

Im aktuellen Politikerranking von Insa legte AfD-Chefin Alice Weidel um zwei Plätze zu und erreicht erstmals die Top Ten. Sie liegt nun auf Rang neun. Kanzler Olaf Scholz (SPD) verliert einen Platz und fällt auf Rang zwölf. Friedrich Merz (CDU) bleibt auf Rang 14. Die größten Zugewinne verzeichnen die Grünen-Politikerin Annalena Baerbock (plus drei Plätze auf Rang sieben) und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) (plus zwei auf Rang fünf).

Analyse: Union in der Krise

Die Union steckt in einem Umfragetief. „Die Werte der CDU sind alarmierend“, kommentierte der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ursula Münch. „Sie verliert nicht nur gegenüber der AfD, sondern auch das Vertrauen der eigenen Anhänger.“ Die Union müsse dringend ein klares Profil entwickeln, um wieder Boden gutzumachen. Die nächsten Landtagswahlen in Ostdeutschland im September könnten ein Gradmesser sein.

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