Zehn Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September zeichnet sich eine mögliche politische Wende ab. Laut einer aktuellen infratest-dimap-Umfrage für den NDR legt die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52) um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent zu. Die AfD bleibt mit 36 Prozent zwar stärkste Kraft, doch der Abstand schrumpft. Entscheidend könnte der Aufschwung der Grünen sein, die mit fünf Prozent den Wiedereinzug in den Landtag schaffen würden.
Rot-Rot-Grün mit hauchdünner Mehrheit
Sollten die Grünen tatsächlich die Fünf-Prozent-Hürde überwinden, ergäbe sich eine rechnerische Mehrheit für ein Bündnis aus SPD (29 Prozent), Linken (12 Prozent) und Grünen (5 Prozent). Dies wäre die erste Dreier-Koalition in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Ministerpräsidentin Schwesig könnte trotz des zweiten Platzes ihrer SPD im Amt bleiben. Die CDU stürzt auf neun Prozent ab, das BSW verpasst mit vier Prozent den Einzug, und die FDP spielt keine Rolle mehr.
Schwesig auch persönlich beliebter
Auch in der persönlichen Beliebtheit legt Schwesig zu: Bei einer Direktwahl würden sich 49 Prozent der Befragten für sie entscheiden – zwei Prozentpunkte mehr als im Mai. Ihr AfD-Herausforderer Leif-Erik Holm kommt auf 27 Prozent. Der Wahlkampf spitzt sich damit auf ein Duell zwischen der AfD und Schwesigs SPD zu, die auf den Aufwärtstrend und die Grünen als möglichen Koalitionspartner setzt.



